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Transfers

Mehr Qualität, mehr Konkurrenz

Einen kleinen Umbruch gibt es bei der SpVgg Geratal. Denn eine halbe Mannschaft verlässt den Verein. Dies kompensieren aber auch fünf Neuzugänge.

von André Hofmann · 01.07.2023, 08:00 Uhr · 0 Leser
Vier Neue für Geratal (v.l.n.r): Marco Schuchardt, Oli Puschner, Wendelin Fischer und Marlon Brömel.
Vier Neue für Geratal (v.l.n.r): Marco Schuchardt, Oli Puschner, Wendelin Fischer und Marlon Brömel. – Foto: © Minar / Ritter / Gre&sz

Dabei ist die Strategie in der Transferpolitik der Mannschaft von Robin Keiner klar: Junge, erfolgshungrige und entwicklungsfähige Spieler sollen die Qualität und den Konkurrenzkampf erhöhen. Sechs Spieler haben im Gegenzug den Verein verlassen.

"Wir wollten nicht den Kader künstlich aufblähen, sondern uns in der Spitze verbessern. Vier der fünf Neuzugänge sind um die 20 Jahre und zeigen unseren Weg mit jungen, erfolgshungrige Spieler fortführen wollen. Es zeigt mir auch, dass wir als Verein für junge Spieler eine gute Adresse sind", blickt Robin Keiner auf die Neuzugänge. Mit Wendelin Fischer, Marlon Brömel, Oliver Puschner und Yannis Roth (wir berichteten bereits) trifft die Trainer-Beschreibung auf ein Quartett zu. Der fünfte Neue im Bunde ist Marco Schuchardt, der jede Menge Erfahrung mitbringt.

Marco Schuchardt bringt Erfahrung und Übersicht mit.
Marco Schuchardt bringt Erfahrung und Übersicht mit. – Foto: © Marcel Minar

Zweimal ehemals Gispersleben

Schuchardt kickte zuletzt bei Fahner Höhe, Gispersleben und auch Erfurt Nord. Auch ein paar Oberliga- und Thüringenliga-Minuten sammelte er in der Zeit in Dachwig. Zuletzt war er eine wichtige Stütze der Oberliga-Reserve des FC An der Fahner Höhe. "Er ist ein erfahrener Mann, der über eine gute Technik und gute Kommunikation auf dem Spielfeld verfügt. Er kann Bälle punktgenau ans Ziel bringen. Ich sehe seine Stärken in der Innenverteidigung und plane ihn hier ein", sagt Robin Keiner zum 32-jährigen Neuzugang. >> zum FuPa-Profil von Marco Schuchardt

Oliver Puschner war in jungen Jahren schon Führungsspieler in Gispersleben.
Oliver Puschner war in jungen Jahren schon Führungsspieler in Gispersleben. – Foto: © Julia Ritter

Wie "Schuchi" hat auch Oliver Puschner eine Vergangenheit beim TSV Motor Gispersleben. Der 19-jährige konnte sich aus dem Nachwuchs heraus direkt in der Landesklasse etablieren. Mit 44 Spielen und zehn Toren in den letzten zwei Jahren hatte er keine Anpassungsprobleme in der Landesklasse 2. Nun folgt der nächste fußballerische Schritt in Thüringens Fußballoberhaus. "Er ist aufgrund seiner Zeit bei Rot-Weiß Erfurt individuell und gruppentaktisch sehr gut ausgebildet. Wir haben ihn schon länger beobachtet und freuen uns, dass der Transfer nun klappte. Er besitzt Spielübersicht, hat ein gutes Passspiel und Charaktereigenschaften, die uns helfen. Er ist zudem bodenständig und bringt die Qualität und den Willen mit für den Erfolg zu arbeiten", so Robin Keiner. >> zum FuPa-Profil von Oli Puschner

Zwei Mal ehemals Martinroda

Vom ehemaligen Liga- und Lokalrivalen FSV Martinroda kommen Wendelin Fischer und Marlon Brömel ins Geratal. "Beide sind schon bestens mit der Mannschaft vernetzt, kennen viele Mitspieler aus dem Freundeskreis. Das erleichtert die Integration", sagt Robin Keiner.
"Wende hat die fußballerische Qualität, um sich einen Stammplatz zu erarbeiten. Durch seinen tiefen Schwerpunkt und seine Technik ist er schon oft mit der Ballannahme am Gegner vorbei. Er bringt die Art eines Straßenkickers mit", sagt Keiner zu Wendelin Fischer, der mit seinen 19 Jahren letzte Saison 25 Thüringenliga-Spiele und zwei Tore für den FSV Martinroda in seine FuPa-Vita schrieb. >> zum FuPa-Profil von Wendelin Fischer

Wendelin Fischer ist bereits bestens in der Mannschaft integriert.
Wendelin Fischer ist bereits bestens in der Mannschaft integriert. – Foto: © Vanessa Greßler

Sein alter und neuer Teamkollege Marlon Brömel erzielte letzte Saison sogar sieben Treffer in der Thüringenliga. "Er kann auf den Flügen oder als Stürmer agieren, hat eine hohe Endgeschwindigkeit, einen robusten Körper und guten Abschuss. Zudem verfügt er über eine gute Vororientierung in der gefährlichen Zone und hat so eine hohe Torgefährlichkeit, die uns sehr gut tut", charakterisiert Robin Keiner den zweiten Neuen der Sandhasen. >> zum FuPa-Profil von Marlon Brömel

Marlon Brömel kommt als flexibler Offensivspieler zur SpVgg Geratal.
Marlon Brömel kommt als flexibler Offensivspieler zur SpVgg Geratal. – Foto: © Brennpunkt Orange

Mehr Konkurrenzkampf - Sechs Abgänge

In den personellen Planungen sieht sich Robin Keiner schon gut für die neue Saison gerüstet. "Der Konkurrenzkampf wird angehoben. Das fehlte uns so in der Art und Weise in den letzten Jahren. Für einen Trainer ist das natürlich super. Jeder kann sich an den anderen hochziehen. Die Jungs sollen gerne dafür sorgen, dass ich Ende der Woche unruhig schlafe, weil ich nicht weiß, wie ich aufstellen soll", sagt der 32-jährige Trainer weiter. "Für alle wird es wichtig sein sich zu integrieren und unsere Art anzunehmen. Das bedeutet für alle, egal ob jung oder alt, neu oder schon im Kader, dass die Vereinsziele das Wichtigste sind und über den des Einzelnen stehen. Jeder muss unter der Woche für seinen Platz arbeiten oder diesen verteidigen", sagt Keiner abschließend.

Keine Gedanken muss sich der Gerataler Trainer dabei um fünf andere Namen machen. Bei Tony Braunschweig steht eine Entscheidung noch aus, ob bzw. wie es fußballerisch weitergeht. Bei Marcel Hummel ist diese Ende Juni gefallen. Er wird seine Fußballschuhe an den Nagel hängen, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Zudem verlassen Tom Barchewitz (TSV Elgersburg), Sebastian Pfordte (zurück nach Niederwillingen), Maximilian Kott (zu Germania Ilmenau, wir berichteten) und Martin Wittke (noch offen, Verein aus dem Erfurter Raum) den Verein.
Sascha Klawitter und Joaquín Nanez werden komplett in die zweite Mannschaft rutschen. Im Gegenzug erhält Niclas Dörfler wieder einen Platz im Thüringenliga-Kader.