
Am elften Spieltag der Bezirksliga Staffel 3 trennten sich der SV Kurdistan Düren und die TuS Mechernich mit 2:2 (2:0) Unentschieden. Kurdistan Düren verliert einen Platz und ist jetzt Vierter und auch Mechernich geht einen Platz runter auf Rang fünf.
Die TuS Mechernich hat am elften Spieltag einen moralisch wichtigen Auswärtspunkt beim SV Kurdistan Düren geholt. Dabei war die Kremer-Elf mit einem Rumpfkader angereist und die Situation verschärfte sich noch, als Patrick Poschen nach dem Aufwärmen passen musste. Für ihn kam Niklas Bank nach seinem Urlaub gleich wieder in den Genuss 90 Minuten ran zu müssen.
Kurdistan Düren spielte eine starke erste Halbzeit und die Mechernicher Gäste mussten sich einer geballten Offensive der Gastgeber kämpferisch und sehr defensiv entgegenstellen. Die Hausherren ließen viele gute Möglichkeiten aus und führten nach 45 Minuten nur mit 2:0. Inan Naki hatte seine Farben mit einem Doppelschlag in Front gebracht (13. und 15.) und die Gäste begannen früh zu schwimmen. Die Folge waren drei-vier weitere gute Möglichkeiten für die Einheimischen, die aber am imposant haltenden Max Mies im Mechernicher Gehäuse verpufften. Mechernichs Schlussmann ist seit Wochen in bestechender Form und hielt auch in Düren viele Bälle spektakulär und selbstsicher. In der Offensive gelang den Gästen bis zum Pausenpfiff überhaupt keine zielgerichtete Aktion.
Nach dem Seitenwechsel drückte die TuS, wie es Coach David Kremer nach der Partie offen zugab, den "Resetknopf" und stellte sich mental auf eine Halbzeit ein, in welcher man mutiger werden wollte. Dieses Vorhaben ging auch früh, unter gütiger Mithilfe der Heimelf, auf, denn ein Fehler in Dürens Abwehr ermöglichte Johannes Simons ein Zuspiel zu Jens Honnef, der auf 1:2 verkürzte (50.). Wie aus dem Nichts kam Kurdistan aus dem Tritt und war mehr mit sich selbst beschäftigt. Diese Phase nutzte Mechernich zum Ausgleich, welchen Niklas Bank zielstrebig einleitete und Johannes Simons zum überraschenden Ausgleich verwertete (60.). Düren haderte jetzt noch mehr und trotz spielerischer Vorteile war die zweite Halbzeit deutlich ausgeglichener. Mechernich verteidigte mit viel Leidenschaft und Dürens Anrennen wäre fast noch in der Nachspielzeit mit dem Siegtreffer belohnt worden. Doch wieder einmal war es Max Mies zu verdanken, denn tollkühn gegen Cengiz Can seinen Mann stand und spektakulär seiner Mannschaft die nicht mehr für möglich geglaubten Zähler sicherte.
TuS-Trainer David Kremer: "In der ersten Halbzeit müssen wir fünf oder sechs zu Null hinten liegen. Da war Kurdistan richtig stark unterwegs. Wir waren 45 Minuten lang nicht konzentriert genug und haben die Abstände nicht gehalten. Wir können uns heute bei Max bedanken, dass es uns in der Partie gehalten hat. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns enorm gesteigert und auch die Mechernicher Tugenden mit kontrollierten Bällen und weniger Hektik gezeigt. Das Zweikampfverhalten war deutlich besser und letztlich verdienen wir uns dadurch auch das Remis. Klar müssen wir hinten raus nochmal zittern, aber wir kommen mit einem Punkt, welcher uns richtig gut tut, von Kurdistan zurück und haben jetzt die vor uns platzierten Teams weg."