2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

MCH-Futsaler haben Pech und 
hoffen aufs Rückspiel

Im Hinspiel des Play-off-Viertelfinals verliert das Pelc-Team mit 3:6 gegen Stuttgart.

von bazi/nw · 03.04.2023, 12:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Andreas Zobe

Es roch bis zur 25. Spielminute nach einer dicken Überraschung in der Sporthalle Sennestadt-Süd. Bis dahin war der MCH Futsal Club dem haushohen Favoriten aus Stuttgart mindestens ebenbürtig. Doch dann griff Schiedsrichter Eric Schell maßgeblich in den Spielverlauf ein.

Ausnahmslos alle Anwesenden in der Halle sahen, dass Stuttgarts Ante Ljubic ein böses Foul an Bielefelds Furkan Ars beging. Ljubic hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Gelb gesehen. Die Ampelkarte wäre das Mindeste gewesen. Auch über Knallrot hätte Ljubic sich nicht beschweren können. Doch es passierte nichts. „Ich habe es nicht gesehen“, beteuerte der Schiedsrichter. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:1 für Stuttgart. Der MCH war am Drücker und hätte sodann in Überzahl agiert. Stattdessen blieb Stuttgart komplett.

Doch der Reihe nach. Der MCH begann druckvoll und hatte mit Aytürk Gecim, Vidoje Matic, Fouad Aghnima und Furkan Ars einen starken ersten Block auf dem Parkett. Nach einer feinen Vorarbeit von Matic vollendete Ars zur vielumjubelten 1:0-Führung (4.). Und der MCH machte weiter. Den Stuttgartern war anzumerken, dass sie mit so viel Gegenwehr nicht gerechnet hatten.

Gecim hatte nach einem Angriff über die linke Seite die Chance auf das 2:0, doch Stuttgarts Torhüter bekam im letzten Moment noch die Fingerspitzen an den Ball (9.). Auf der anderen Seite zeichnete sich MCH-Goalie Nicolas Pacheco immer und immer wieder durch starke Paraden aus. Gegen Stuttgarts Eldin Husic (19.) und Ante Ljubic (14.) war aber auch er machtlos. So stand es 1:2. Bis zur Pause hätten Bielefelds Oleksii Bakaliaryk (15.) und Leon Morina (16.) weitere Tore erzielen können.

Nach dem Seitenwechsel kam es zu der vielleicht spielentscheidenden Szene um Ars und Ljubic, in der Folge erhöhte Stuttgart auf 3:1 (26.). Doch Bielefeld gab nicht auf und erzwang ein Eigentor von Stuttgarts Mert Sipahi (28.). Aghnima hatte kurz darauf den Ausgleich auf dem Fuß, er scheiterte am guten SFC-Schlussmann (32.). Die Gäste präsentierten sich vor dem Tor effektiv und zogen auf 2:5 davon. Doch der MCH blieb am Ball und erarbeitete sich Chance um Chance. Ars (33.), Cleverson Pelc (38.), Aghnima (38.) und wieder Ars (38.) hatten aussichtsreiche Möglichkeiten.

Mit seinem zweiten Tor brachte Ars die Bielefelder noch einmal auf 3:5 heran. Am Ende siegte Stuttgart 6:3. Trainer Pelc resümierte: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass wir es können. Im Rückspiel ist noch alles möglich.“