
Grund dafür ist die Negativserie zum Ende der Herbstrunde, mit der sich Retzer, Wandinger, Gansl & Co. selbst jeglicher Hoffnungen auf den Aufstieg beraubten. Nachdem die Lohamer nach zwölf Spielen noch aussichtsreich auf Platz drei lagen, konnten sie in den letzten fünf Partien vor dem Winter nur noch magere drei Pünktchen einheimsen und überwintern als Tabellensechster. Der Rückstand auf den Zweiten beträgt schon satte elf Zähler.
„Wir sind mit der Vorrunde nicht zufrieden, da wir uns intern schon deutlich mehr vorgenommen hatten. Wir wollten nicht wie in der vorherigen Saison bereits zur Winterpause den Anschluss an die Spitze verlieren. Leider ist dies aber auch in der laufenden Saison eingetreten und der Punkteabstand ist nach unseren Ansprüchen zu groß“, bilanziert ein etwas enttäuschter Coach Köglmeier, der aber oft zu personellen Umstellungen gezwungen war und selbst sogar zu vier Kurzeinsätzen kam. „Wir mussten sehr lange auf einige Leistungsträger verzichten und auch viele kurzfristige Ausfälle kompensieren. Daher waren wir meistens gezwungen, in jedem Spiel eine neue Formation aufs Feld zu schicken. Hier liegen auch die Gründe für die schwankenden Leistungen in der Vorrunde“, so Abteilungsleiter Alexander Reithmeier. Beim Blick auf die Statistik wird klar, wo in Mariaposching der Schuh drückt: mit 23 Toren stellt man den zweitschwächsten Angriff der Liga, nur der SV Lalling (16) konnte weniger häufig einnetzen. In den letzten fünf Partien blieben die Mannen um die Trainersöhne Florian und Fabian Köglmeier sogar vier Mal komplett ohne Torerfolg. Umso besser steht dagegen die Defensive, die mit 26 Gegentreffern zu den besten der Liga zählt.
Der Aufstiegszug ist also abgefahren und auch nach unten dürfte für die SpVgg angesichts von sieben Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz nicht mehr viel anbrennen. Daher kann die mit einigen bekannten Spielern gespickte Mannschaft im Jahr des 50-jährigen Vereinsbestehens die Frühjahrsrunde ganz gelassen angehen. „In der Rückrunde wollen wir mehr Stabilität ins eigene Spiel bringen und noch so viele Punkte wie möglich holen. Die noch ausstehenden Spiele dienen bereits als Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Deshalb kam auch aus der Mannschaft der Wunsch, dieses Jahr wieder ein Trainingslager in der Türkei durchzuführen. Dies wird auch vom 11. bis 18. März verwirklicht“, berichtet Reithmeier, der keine personellen Veränderungen vermeldet. Ein erstes Testspiel gegen den Ost-Bezirksligisten TSV Mauth wurde bereits absolviert und mit 4:0 überraschend deutlich gewonnen. Weitere Vorbereitungspartien finden gegen den TSV Neutraubling, den SV Schöfweg und den ETSV Hainsbach statt.