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Spielbericht

Marcus (Marder) Rudorf ist Vater des Sieges

von Karl-Heinz Ebener · 23.10.2022, 14:55 Uhr · 0 Leser

Bereits die Anfangsphase sorgte für einige Aufreger. Handspiel im Weischlitzer Strafraum (3.) – für den Schiedsrichter nicht strafbar; frühes Tor für den FSV (8.); umstrittener Zweikampf im Weischlitzer Strafraum (14.) – für Friedrich kein elfmeterwürdiges Foul. Das hätte durchaus auch anders bewertet werden können. Dass es bei Weischlitz zu einem Sieg reichte, war dem Umstand zu verdanken, dass den VfB-Kickern erstmalig in dieser Saison kein eigener Torerfolg gelang. Dies war in erster Linie dem Weischlitzer Keeper Marcus Rudert zu danken, der den verletzten Paul Schubert ersetzte. Aktionen der Torleute sind sowas wie Seismografen für das Geschehen auf dem Rasen. Rudert sicherte seiner Mannschaft mit vier wirklich nicht alltäglichen tollen Reaktionen in der Schlussphase des ersten Spielabschnitts die hauchdünne Pausenführung. Davor aber hatte er auch das Glück des Tüchtigen, als Röhn, völlig frei vor ihm, den Ball neben den Posten setzte (27.). Aber im weiteren Verlauf ließ die aufmerksame Weischlitzer Abwehr um den überragenden Noah Kaufmann, der in einer solchen Form sicher immer in die Stammelf gehört, so eine Aktion nicht mehr zu. Kaufmann war auch entscheidend am Weischlitzer Torerfolg beteiligt. Sein weiter Freistoß, tief aus der eigenen Hälfte, überraschte die noch unsortierte VfB-Abwehr, über Max Egelkraut gelangte die Kugel zu Kevin Oertel, der dann mühelos diese mit dem Kopf über die Torlinie bugsierte. Nach der Pause wieder auf dem Platz hätte Dilaver Muslijevski für eine Vorentscheidung sorgen können (müssen?). Mustergültig von Dominik Muguan angespielt, verfehlte er aus ähnlicher Position wie Röhn vorher in Halbzeit eins ganz knapp das Tor (49.). Danach verflachte die Partie. Lediglich in der 57. Minute musste Rudert noch einmal mit einer Glanzparade einen Großfriesener Torerfolg verhindern. Sein Gegenüber wurde längst nicht so gefordert. Nur einmal in dieser Partie konnte er zeigen, dass er auch ein guter Keeper ist, als er den Distanzschuss von Egelkraut abwehrte (71.). Ansonsten fehlte es den Akteuren beider Teams an der Effektivität vor dem gegnerischen Kasten. 6:8 Ecken in den zweiten 45 Minuten ohne echte Torgefahr sind dafür ein Indiz. Nächste Woche muss der FSV bei der SpVgg Heinsdorfergrund ran, der etwas überraschend am vergangenen Spieltag beim TSV Trieb gewann. Das hatten vorher die Gäste in 22 Partien in Folge nicht geschafft. Bekanntlich war dort auch der FSV mit einer 1:5-Niederlage nach Hause geschickt worden.