Kurz zuvor hatte Borussias U23 im Regionalliga-Spiel bei Viktoria Köln ein 2:2 erreicht, das zwar leistungsgerecht war, dennoch auch etwas ärgerlich. Denn der Kölner Ausgleich durch Lukas Nottbeck fiel erst, als die 90 Spielminuten eigentlich schon gelaufen waren.
"Klar ärgert man sich da. Aber das Unentschieden entspricht dem Spielverlauf, und mit der Leistung kann ich unter diesen Bedingungen nur sehr zufrieden sein", sagte Trainer Sven Demandt im Pressezelt neben dem Platz. In der ersten Hälfte hatte sich dabei ein so sehenswertes Spiel noch nicht angedeutet. "Wir hatten Probleme, in den Rhythmus zu kommen. Da hat man gemerkt, dass es unser erstes Pflichtspiel war und Viktoria schon zweimal gespielt hat", führte Demandt aus. Zwar hatten die Kölner da etwas mehr vom Spiel, doch wirklich zwingend waren sie nur selten.
Was die reinen Chancen betrifft, hielt Borussia durch mit Kwame Yeboah und Marlon Ritter dagegen. Winter-Zugang Yeboah, der neben Giuseppe Pisano stürmte, zeigte gute Ansätze, hätte bei seinem Abschluss jedoch Ritter einsetzen können, der besser stand. "Bei so viel offensiver Qualität beim Gegner muss man damit rechnen, dass irgendwann mal was passiert", sagte der Borussen-Coach dann mit Blick auf Fatih Candans Führungstor nach knapp einer Stunde. "In der Phase danach hat man gemerkt, dass und das etwas geschockt hat."
Doch die Borussen kamen gewaltig zurück. Marlon Ritters toller Pass über mehr als 30 Meter setzte beim 1:1 Sascha Tobor perfekt ein, nur zwei Minuten später traf Joker Mario Rodriguez nach einem Abpraller, der sich bereits in der Vorbereitung als echte Alternative präsentiert hat. Das schien sogar zum Sieg zu reichen – eben bis zur 90. Minute.
Ganz stark agierte auf der rechten Gladbacher Abwehrseite auch U19-Spieler Malte Berauer, der erstmals von Beginn an in der Regionalliga zum Einsatz kam. "Wenn man bedenkt, gegen welche Leute er da spielen musste, hat er es überragend gemacht", sagte Sven Demandt.