2026-01-09T09:36:09.492Z

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Ernste Miene bei Uli Bärmann: Heute Abend wird sich der Löffinger Trainer seine Enttäuschung von der Seele reden. | Foto: Wolfgang Scheu
Ernste Miene bei Uli Bärmann: Heute Abend wird sich der Löffinger Trainer seine Enttäuschung von der Seele reden. | Foto: Wolfgang Scheu

Löffingens Trainer Uli Bärmann: „So geht es nicht“

Beim FC Löffingen wird Tacheles geredet +++ FC Neustadt mit Schubnell und Ketterer

Niederlagen sind für Trainer nie leicht zu akzeptieren, denn im Sport geht es ja ums Gewinnen. Da jedoch Niederlagen zum Sport dazugehören wie der Ball zum Spiel, muss man sich damit irgendwie arrangieren. Wenn eine Mannschaft rennt und kämpft, sich reinhaut und alles gibt, der Gegner aber am Ende ein Tor mehr geschossen hat, dann ist so eine Niederlage für Trainer und Mannschaft zwar nicht schön, aber all das macht sie etwas erträglicher. So war es jedoch nicht bei der 1:5-Niederlage des FC Löffingen im eigenen Stadion gegen die Spielvereinigung Frickingen-Altheim-Lippertsreute, kurz SpVgg. F.A.L. genannt. „Das war ein Satz mit X“, sagt der Löffinger Trainer Uli Bärmann, seine Stimmung tendierte am Sonntagabend „gegen Null“.

„Das hat von außen so ausgesehen, als hätten sich da am Sonntagnachmittag ein paar Spieler getroffen, um ein bisschen zu kicken“, erzählt der Löffinger Trainer, „da standen Spieler auf dem Platz, die keinen Zweikampf gewonnen haben und vom Tempo her nicht mithalten konnten“. Der Gegner hingegen agierte agil und bissig. Und führte nach 27 Minuten mit 3:0. „Die haben uns ja nicht auseinandergenommen. Wir hatten ähnlich viele Chancen, aber die waren viel geiler aufs Toreschießen und Kicken“, poltert Bärmann, „die waren entschlossener und effizienter, während wir mit Unzulänglichkeiten die Gegentore noch begünstigt haben“.

Der Löffinger Trainer redet sich in eine Form, die seiner Mannschaft zuvor abgegangen war. Er hatte in diesem Spiel die Außenpositionen der Viererkette neu besetzen müssen – Maximilian Benz war gesperrt, Johannes Kaufmann verhindert und wie im ersten Frühjahrsspiel fehlte auch Ilias Sidi-Yacoub – doch es waren nicht die Spieler, die dafür in die Mannschaft rückten, die mit mangelndem Antrieb auffielen, sondern laut Bärmann die Arrivierten und Gestandenen. „Sie hatten einen ganz schlechten Tag erwischt. Im Fußball muss man als Team zusammenarbeiten. Wenn da zwei, drei nicht mitmachen, bekommt man Probleme. Das war in diesem Spiel der Fall.“

Trainer Bärmann: „Wir müssen zusammensitzen“

Heute Abend im Training wird sich der Löffinger Trainer seine Spieler noch einmal zur Brust nehmen, „denn es sind ja gerade diese Leistungsschwankungen, die wir im Unterschied zur Hinrunde rauskriegen wollten. So geht es nicht“. Ja, sie werden zusammensitzen und Tacheles reden.


Der FC Neustadt hat unter Trainer Florian Heitzmann noch nicht verloren. In Furtwangen wäre es fast soweit gewesen. Denn der Ausgleich der Blauen fiel mit der allerletzten Aktion, in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Hermann Takuete spitzelte den Ball nach einem Lattenschuss ins Tor. Der Moment mag glücklich gewesen sein, verdient sei der Punktgewinn aber schon, findet Heitzmann, „wenn man die gesamten 90 Minuten betrachtet“. Der Coach des FC Neustadt fasst das Geschehen so zusammen. „In der ersten Halbzeit war Furtwangen etwas druckvoller und macht mit der letzten Aktion vor der Pause das 1:0. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas druckvoller gespielt und mit der letzten Aktion das Ausgleichstor gemacht.“ Mitte der ersten 45 Minuten hatte Thomas Fischer mit einem Schuss den Pfosten getroffen, im zweiten Durchgang vergab Peter Schubnell einen Elfmeter. Es war für den FCN sogar mehr drin.

Apropos Peter Schubnell: Er hatte in der Saison 16/17 sein letztes Spiel für Neustadt bestritten und stand nun erstmals wieder im Team. Er wechselte sich auf der Zehner-Position mit Tobias Gutscher ab, während der andere jeweils in die Spitze vorrückte. Schubnell, der in München wohnt und arbeitet, wird laut Heitzmann „einige Spiele bestreiten“. Und noch ein Spieler gab beim FCN sein Comeback: Stefan Ketterer. Nach langer Reise ist er wieder im Schwarzwald. In Furtwangen war der schnelle Stürmer in der 70. Minute eingewechselt worden, musste allerdings kurz vor Schluss mit einer Platzwunde am Kopf wieder vom Platz. „Er ist die nächsten vier Wochen hier, wird bei uns mittrainieren und dann schauen wir weiter“, sagt Heitzmann.

Aufrufe: 019.3.2019, 09:00 Uhr
Jürgen Ruoff (BZ)Autor