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Ligavorschau

Loeper fordert mehr Kampfgeist

KOL GIESSEN SÜD: +++ MTV im Kellerduell in Romrod +++ Birklar im Spiel eins nach Weber-Rausschmiss +++

von Marc Steinert (Gießener Anzeiger) · 04.11.2016, 17:11 Uhr · 0 Leser
F: Rinke
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GIESSEN . Wichtige Partien unter dem Stichwort „Abstiegskampf“ stehen in der Kreisoberliga Süd auf dem Programm. Während Aufsteiger Romrod/Zell und der MTV Gießen im direkten Duell um wichtige Punkte kämpfen, muss die SG Birklar im Spiel eins nach der Trennung von Trainer Poldi Weber zur SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod und will dort die Trendwende einleiten. Eine schwierige Aufgabe wartet am anderen Ende der Tabelle auf Spitzenreiter FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod, der zuhause die wiedererstarkte SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen empfängt.

Sonntag, 14.30 Uhr

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod – SG Kesselbach/Odenhausen/Allendorf: Nach vielen Wochen im Tabellenkeller hat der Vorjahresdritte „KOA“ eine Siegesserie gestartet und ist mit vier Siegen in Folge schon auf Rang acht geklettert. Die Verletzungsmisere alleine will Trainer Thorsten Zimmerling nicht als einzigen Grund gelten lassen. „Wir hatten immer noch eine starke Elf auf dem Platz, haben uns aber oft nicht gut angestellt und zum Beispiel mehrere Elfmeter verschossen. Und mit jeder weiteren Niederlagen ging das Ganze natürlich auch in die Köpfe.“ Mittlerweile ist der Kader wieder weitgehend komplett, die Trendwende hat aber nach Ansicht von Zimmerling auch damit zu tun, „dass es wichtig war, dass wir alle die Nerven behalten und konzentriert weitergearbeitet haben. Aber für uns alle war diese schwierige Zeit natürlich ein Lernprozess.“ Wer dem Coach im siebten „KOA“-Jahr Amtsmüdigkeit unterstellt, bekommt von „Zimbo“ gleich die passende Antwort, „Im Gegenteil: In mir brennt nach wie vor das Feuer!“

SG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod – SG Birklar: Die 1:3-Niederlage im Kellerduell bei Aufsteiger SG Romrod/Zell war für die Verantwortlichen Birklars des Schlechten dann doch zu viel, die Trennung von Trainer Poldi Weber wurde kurz darauf bekannt gegeben. Interimsmäßig übernahmen einige erfahrene Spieler das Team. „Die Jungs möchten nicht namentlich genannt werden, aber ich kann versichern, dass das alles sehr professionell angegangen wird, einer die Trainingspläne erstellt, ein anderer für das Coaching zuständig ist. Und Bernhard Müller (Trainer der zweiten Mannschaft) ist ja auch noch im Boot“, erklärt Hartmut Jung. Was die Nachfolge Webers, der auch nicht mehr als Spieler zur Verfügung steht, angeht, setzt sich der erste Vorsitzende nicht unter Druck. „Wir sind natürlich schon mit Kandidaten in Gesprächen, lassen uns aber Zeit und melden erst Vollzug, wenn auch wirklich alles in trockenen Tüchern ist. Ich denke, dass das im Januar geschehen wird“, glaubt Jung.

SG Romrod/Zell – MTV 1846 Gießen (in Romrod): „Das war spielerisch eine klasse Leistung von uns, in der wir von Anfang bis Ende spielbestimmend waren und der Sieg letztlich noch zu knapp ausgefallen war“, schwärmte Romrods Dennis Schneider vom letzten 3:1-Sieg gegen Birklar. Allerdings ist dem Spielertrainer bewusst, dass der Erfolg wenig bis gar nichts zählt, wenn gegen den MTV nicht nachgelegt werden kann. „Das ist ein klassisches „Sechs-Punkte-Spiel“, in dem verlieren verboten ist“, so Schneider.

„Wir müssen jede Woche mit einer anderen Formation auflaufen, und es kommen immer weitere Verletzte hinzu. Das habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, hat Trainer Patrick Loeper Erklärungen für zuletzt drei MTV-Niederlagen in Serie parat. Dennoch fehlte dem Coach zuletzt auch ein wenig der Kampfgeist. „Wer 90 Minuten lang bereit ist, jeden Zweikampf gewinnen zu wollen, wird am Ende punkten. Wir sollten im Romrod definitiv etwas mitnehmen“, so Loeper.