
Der Samstag war im Grunde geprägt von Kantersiegen der vermeintlichen Favoriten aus der Stadtliga und -klasse. So setzten sich die Vertretungen vom SV Brehmer, Lok Engelsdorf und dem SV Mölkau jeweils sehr deutlich bei der Konkurrenz durch. Die einzige Überraschung stellte der Erfolg der Reserve des LSV Südwest gegen den Stadtliga-Absteiger SV Panitzsch/Borsdorf dar, welche sich mit einem 2:1-Heimsieg den Einzug in die nächste Runde sicherte. Das "Spiel der Woche" zwischen zwei Spitzenreitern ihrer jeweiligen Ligen gestaltete sich hingegen sehr einseitig, denn der derzeitige Stadtklasse-Primus zeigte dem 1. FC Lok Leipzig II (2. Kreisklasse Staffel I) seine Grenzen auf und siegte klar mit 7:0 auf dem Nebenplatz des Bruno-Plache-Stadions.
Samstag, 07.10.17
13:00 UhrAm Sonntag hieß es dann: Bühne frei für die ersten faustdicken Pokal-Überraschungen. So wusste Kreisklasse-Vertreter SV Schleußig 1990 auf heimischem Geläuf gegen den auch in der Stadtliga bisher noch glücklosen KSC 1864 Leipzig zu überzeugen und setzte sich letztlich nicht unverdient mit 2:0 durch. Ebenfalls unerwartet deutlich konnte sich der in der Stadtklasse noch nicht gänzlich angekommene TSV Leipzig-Wahren (3 Punkte aus 6 Partien) gegen die Reserve der SG Rotation Leipzig behaupten und zog nach einem souveränen 3:0-Erfolg eine Runde weiter.
Nachdem es die eigene zweite Mannschaft vorgemacht hatte, wollte einen Tag darauf auch das Stadtliga-Team des LSV Südwest die dritte Runde des Pokal-Wettbewerbs erreichen, scheiterte jedoch am Stadtklassisten von der SG Olympia 1896 mit 1:2 und kassierte im Verlaufe des Matches auch noch zwei Platzverweise. Das wohl größte Ausrufezeichen setzte mit einem 5:1-Erfolg über den Stadtliga-Tabellenführer BSG Chemie Leipzig U23 die SG Leipzig-Bienitz. Dabei überstanden die Kicker aus Burghausen eine druckvolle erste Hälfte der Chemiker mit nur einem Strafstoß-Gegentreffer und schlugen nach dem Seitenwechsel dann selbst zu. Und wie: Allein Marco Jerome Amborn netzte vierfach, ehe Max Hagert in der Nachspielzeit gar das fünfte Tor zum am Ende sehr deutlichen Erfolg gegen den Favoriten beisteuerte.
Sonntag, 08.10.17
12:00 UhrDie direkten Duelle der Stadtliga-Vereine waren von ungemeiner Spannung und Kampf bis zum letzten Spielzug geprägt. In der Neuauflage des letztjährigen Halbfinals zwischen der SG LVB und dem SV Eintracht Leipzig-Süd begegneten sich beide Vertretungen weitestgehend auf Augenhöhe und so egalisierte man sich zumeist im Mittelfeld, die wenigen Torchancen blieben vorerst ungenutzt. Den goldenen Treffer der Partie besorgte Martin Leiding wenige Minuten nach Wiederanpfiff, als die Göttsches-Elf einige Aktionen der Unaufmerksamkeit in der LVB-Defensive nutzte. Es folgte ein wahrer Abnutzungskampf, indem die Straßenbahner zwar den Ton angaben, doch zu selten in eindeutige Abschlusssituationen kamen, während es die Eintrachtler verpassten bei mehreren Konterchancen den Sack endgültig zuzubinden.
Auch das zweite reine Stadtliga-Match hatte in Sachen Spannung einiges zu bieten, denn die ambitionierten und als Favorit in die Partie gegangenen Kicker vom SV Tapfer 06 hatten auf dem Kunstrasen in Markranstädt so ihre Probleme mit der Sachsenliga-Reserve des SSV. Trotz guter Einschusschancen für die Gäste blieb es bis zum Schlusspfiff eng, sodass die Entscheidung in der Overtime fallen musste. Hier hatten nun die 06er das bessere Ende für sich und setzten durch Ex-Markrans-Kicker Roman Noguera den entscheidenden Punch (116.). Die Platzherren setzten nun alles auf eine Karte, doch es sollte beim knappen Auswärtssieg für die Wittmann-Schützlinge bleiben.
Während 29 Teams nun gespannt auf die Auslosung der dritten Runde am kommenden Montag (18:00 Uhr beim Leipziger SV Südwest) warten, müssen drei Partien erst noch ausgetragen werden, die am vergangenen Wochenende dem Wetter zum Opfer fielen.