2026-01-20T07:14:11.657Z

Ligabericht
Die SG Freiensteinau war nach dem bitteren 2:2 in Löschenrod am Sonntag im Nachbarschaftsduell bei der SG Kressenbach/Ulmbach gefordert. 	Foto: Görlich
Die SG Freiensteinau war nach dem bitteren 2:2 in Löschenrod am Sonntag im Nachbarschaftsduell bei der SG Kressenbach/Ulmbach gefordert. Foto: Görlich

Last-Minute-Elfmeter schockt Freiensteinau

KOL FULDA SÜD: +++ Erste Saisonniederlage für Link-Team +++

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Freiensteinau (rg). Ausgerechnet zwei Schiedsrichter-Entscheidungen entschieden letztlich das sehr ansehnliche, niveauvolle und temporeiche Derby in der Fußball-Kreisoberliga Süd zwischen der SG Kressenbach/Ulmbach und der SG Freiensteinau.

SG K‘bach/Ul. - SG Freiensteinau 3:2

Das schon zuvor hart umkämpfte und bisweilen auch verrückte Spiel endete mit einem noch verrückteren Finish: Auf der einen Seite zeigte Schiedsrichter Michael Dorn in der 89. Minute nach einem Zweikampf zwischen Darko Kostadinov und dem eingewechselten Markus Meinhart auf den Punkt – Kressenbach/Ulmbachs Patrick Müller blieb eiskalt und erzielte das 3:2. Im direkten Gegenzug blieb der Elfmeterpfiff nach einer ähnlichen Situation aus. „Bei dem Elfmeter hat sich der ganze Sportplatz gefragt, was er da macht. Fast alle waren der Meinung, dass es sogar eher ein Stürmerfoul war. Auf der anderen Seite hat er dann genau die gleiche Situation nicht gepfiffen“, ärgerte sich Freiensteinaus Trainer Peter Link, der schon früh im Spiel zwei Schockmomente zu verkraften hatte: Erst verletzte sich Torwart Julian Sill, als er gegen den Pfosten knallte, an der Schulter, konnte daraufhin den Ball nicht festhalten, was im 0:1 resultierte und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Juan Stribrny, der zuletzt in der Jugend im Tor stand. „Er hat ein bombastisches Spiel abgeliefert, der Juan stand zuletzt in der D-Jugend im Tor und hat eigentlich pausiert seitdem. Was er für Dinger rausgeholt hat, Wahnsinn“, lobte Link, der auch noch Johannes Karl mit einer Knieverletzung auswechseln musste.

Nichtsdestotrotz kämpfte sich Freiensteinau ins Spiel zurück und neutralisierte den Gegentreffer noch vor der Pause durch ein Tor von Sebastian Krieg. Nach der Pause hatte dann zunächst die Zweier-SG Oberwasser und kam durch Dennis Malcharek zum 2:1-Führungstreffer, nachdem die Gastgeber schon mehrmals am Aluminium scheiterten. Die SGF fing sich nach dem Gegentreffer aber schnell wieder und erzielte das 2:2 nach einem absoluten Sahne-Angriff: Kevin Stribrny traf eine Brustablage volley ins Eck. „Das war traumhaft anzusehen“, schwärmte Link, für den die Niederlage extrem bitter ist: „Meiner Meinung nach waren wir spielerisch sogar einen Tick besser, dann so zu verlieren, tut einfach weh. Wir haben eigentlich vier sehr gute Spiele gemacht, für die guten Leistungen sind fünf Punkte eigentlich zu wenig.“

Kressenbach/Ulmbach: Hergenröder; Patrick Müller I, Nsowah, Huhn, Malcharek, Hohmann, Patrick Müller II, Mackenroth, Arnold, Kostadinov. Eingewechselt: Jobst, Gärtner.

Freiensteinau: J. Sill; Karl, Schenk, Beikirch, Schöniger, Link, K. Stribrny, Stramm, J. Beikirch, Krieg, S. Sill. Eingewechselt: J. Stribrny, Meinhart, Klein.

SR: Michael Dorn (Büdingen). Z: 200.

Tore: 1:0 Gary Arnold (13.), 1:1 Sebastian Krieg (34.), 2:1 Dennis Malcherek (52.), 2:2 Kevin Stribrny (75.), 3:2 Patrick Müller (89., FE).



Aufrufe: 014.8.2016, 22:00 Uhr
Lauterbacher AnzeigerAutor