
Sechs der sieben noch ausstehenden Nachholspiele werden am verlängerten Wochenende über die Bühne gehen. Sollten alle Partien stattfinden, steht nur noch die Begegnung zwischen dem SV Wesenitztal und dem Hoyerswerdaer FC am Samstag, dem 27.05.2023 als Nachholer aus.
Bereits am Freitagabend um 18:30 Uhr empfängt die SG Crostwitz 1981 (10.), viertbestes Hinrundenteam, den Landesligaabsteiger FV Eintracht Niesky (2.). Die Crostwitzer haben nach der starken Hinrunde etwas den Rhythmus verloren und aus ihren fünf Rückrundenspielen erst drei Punkte geholt. Daher ist die Mannschaft von Spielertrainer Pavel Runt bis auf Platz zehn abgerutscht. Dennoch stellt man mit nur 19 Gegentreffern die zweitbeste Defensive der Landesklasse Ost, die beste Defensive kommt aus Niesky. Der Ansatz beider Teams ist klar, hinten muss erstmal die Null stehen. Die Gäste wollen in diesem Nachholer des 17. Spieltags aber unbedingt gewinnen um den Meisterschaftskontrahenten SC Borea Dresden (1.) für ihr Montagsspiel unter Druck zu setzen.
Am Sonnabend um 15:00 Uhr steht zwei Nachholspiele des 18. Spieltags an. Dabei empfängt der SV Wesenitztal (7.) den anderen Landesligaabsteiger FSV 1990 Neusalza-Spremberg (4.) am Quellberg. Die Gäste müssen auf ihren erfahrenen Abwehrstrategen Ondrej Novotný verzichten, welcher eine Rotsperre absitzt. Das Hinspiel gewannen die Wesenitztaler mit 1:2 (0:0) am Neusalzaer Hänscheberg - die FSV Kicker haben daher noch etwas gut zu machen und wollen mindestens einen Punkt mit aus Dürrröhrsdorf-Dittersbach mitnehmen.
Im zweiten Samstagsspiel gastiert der stark abstiegsgefährdete SV 1910 Edelweiß Rammenau (15.) an der Winze in Königswartha. Der Tabellenletzte braucht jeden Punkt um doch noch irgendwie das Ruder rumzureißen. Dabei müssen die Gäste auf ihren besten Torschützen Julian Minkwitz verzichten, welcher ein Gelbsperre nach fünfter gelber Karte abbrummt. Der Königswarthaer SV 1990 (9.) steht im Niemandsland der Tabelle.
Auch die drei Montagsspiele am Maifeiertag werden um 15:00 Uhr angepfiffen. Im Nachholspiel des 17. Spieltags müssen die Rammenauer zum zweiten Mal an diesem verlängerten Wochenende ran und empfangen den Tabellenführer SC Borea Dresden (1.). Klarer könnte eine Ausgangslage nicht sein. Die Gäste aus der Landeshauptstadt sind deutlicher Favorit und wollen dieser Rollen mit einem standesgemäßen Sieg auch gerecht werden, um ihren Vorsprung auf Niesky zu halten, oder gar auszubauen.
Ebenfalls das zweite Mal ran müssen die Jungs der SG Crostwitz 1981 (10.), weit reisen müssen die 1981er aber nicht, denn auch das zweite Nachholspiel findet im heimischen Sportzentrum Jednota statt. Zu Gast ist am Montag im Nachholspiel des 19. Spieltags der Hoyerswerdaer FC (8.). Beide Mannschaften wollen im Kampf um die Top fünf Plätze dran bleiben und brauchen dazu die Punkte. Die Gäste aus Hoyerswerda sind aber bisher das zweitschlechteste Auswärtsteam der Liga und haben auf fremden Geläuf erst fünf Zähler geholt.
Der Königswarthaer SV 1990 (9.) könnte mit sechs Punkten binnen 48 Stunden sein Punktekonto auf 31 Augen hochschrauben und sich wieder in die Top fünf der Landesklasse Ost vorschieben. Der abstiegsbedrohte TSV Cossebaude (13.) ist dazu der richtige Gegner, braucht die Zähler aber selbst für den Klassenerhalt und wird keinen Meter kampflos herschenken. Diese Begegnung ist ein Nachholspiel des 22. Spieltags.
Momentan ist die Zahl der Absteiger aus der Landesklasse Ost schwer vorherzusagen, da es darauf ankommt, wie viele Teams aus der Landesliga Sachsen absteigen, welche wiederum von der NOFV Oberliga Süd abhängig sind. Aktuell sieht es nach sieben Landesliga Absteigern aus (inklusive der beide Rückzügler SV Einheit Kamenz und FC International Leipzig). Da der SV Einheit Kamenz seine Mannschaft aber bis in die Kreisliga des Westlausitzer Fussballverbandes zurückzieht, verringerte sich die Anzahl der Mannschaften wiederum auf sechs Teams, welche in die Landesklassen kommen. Das wiederum würde bedeuten, dass aus allen vier Landesklasse Staffeln insgesamt 16 Mannschaften absteigen müssen, vier pro Landesklassen Staffel. Hieße wiederum, neben dem Rückzügler VfB Zittau, würden die Teams auf den Plätzen 13, 14 und 15 aus der Landesklasse Ost in die jeweiligen Kreisoberligen absteigen. (gs)