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Lange Pause für Felix Spielbühler

Kapitän des SC Feucht fällt nach Kreuzbandriss mehrere Monate aus

von kk (Der Bote) · 12.09.2013, 16:30 Uhr · 0 Leser
Es werden sicher einige Monate vergehen, ehe die SC-Fans Kapitän Felix Spielbühler wieder so flanken sehen werden. Foto: kk
Es werden sicher einige Monate vergehen, ehe die SC-Fans Kapitän Felix Spielbühler wieder so flanken sehen werden. Foto: kk
„Hast du Sch... am Fuß, hast du Sch... am Fuß!“ Besser als mit den Worten von 90er-Weltmeister Andi Brehme lässt sich die Situation beim SC Feucht kaum beschreiben. Wer dachte, mit all den Personal-Querelen, Verletzungssorgen und strittigen Schiedsrichterentscheidungen sei das persönliche Pech-Kontingent bereits ausgeschöpft, hat sich getäuscht. Trainer Klaus Mösle verkündetete sichtlich gefrustet, dass Kapitän Felix Spielbühler mit einem Kreuzbandriss im rechten Knie lange ausfallen wird.

Eigentlich hatten sie bis Mitte der Woche noch gehofft, dass es sich bei der Verletzung, die sich Spielbühler im Spiel gegen Schierling zugezogen hatte, um den anfangs angenommenen Außenbandriss handelt. Nach einer Computertomographie mit anschließender Diagnose durch einen Spezialisten mussten Mösle & Co. jedoch die Hoffnung, dass der 21-Jährige in dieser Hinrunde noch einmal für den SC auflaufen wird, endgültig begraben. Zwar handelt es sich bei Spielbühlers Verletzung „nur“ um einen Kreuzbandriss, was bedeutet, dass glücklicherweise nicht auch noch der Meniskus betroffen ist. Wann und ob der Spezialist fürs defensive Mittelfeld in dieser Spielzeit noch einmal in der Landesliga Mitte am Ball sein wird, muss man abwarten.

„Mir tut es für den Jungen leid“

„Mir tut es vor allem für den Jungen leid“, betont Mösle. Sportlich reißt Spielbühlers Ausfall jedoch auch ein ziemlich großes Loch. Denn der Mittelfeld-Derwisch war Taktgeber, erster Abfangjäger und Laufwunder in einer Person beim SC. Nicht umsonst hatte der er erst 21-Jährige diese Saison die Binde bekommen. Bislang stand er in allen zehn Partien auf dem Platz, in der vergangenen Saison brachte es der Sechser auf stolze 31 Einsätze. Kurzum: Es wird nicht einfach diese Lücke zu schließen.

Einem, dem Mösle diese Rolle zutraut ist Neuzugang Bartos Romanczuk. Im Prinzip wurde der 29-jährige Pole genau für diese Position verpflichtet. „Bartos kann viel mit seiner Erfahrung ausgleichen“, hofft Mösle. Zumal der ehemalige Wolfsburger nun auch gedanklich soweit ist, beim SC eine Führungsrolle zu übernehmen. In den letzten Wochen hatte sich der Mittelfeldlenker in spe stets um seine schwangere Frau, die in Polen geblieben war, gesorgt. Seitdem er sie nun hierher nach Feucht geholt hat, könne sich Romanczuk auch wieder auf den Fußball konzentrieren, glaubt Mösle.
Beim Auswärtsspiel in Cham am Samstag (16 Uhr) wird Romanczuk jedenfalls zum ersten Mal die Spielbühler-Rolle übernehmen müssen. Darauf hat sich der Coach bereits festgelegt. Ob ihm dabei ein zweiter Sechser assistieren soll, hängt natürlich von der Ausrichtung der Offensive ab.