Kürzell-Meißenheim: Genug Zeit für das Projekt Aufstieg
Spielgemeinschaft sieht sich in ihrer zweiten Saison starker Konkurrenz gegenüber
von sph (BZ) · 20.09.2013, 00:00 Uhr · 0 Leser
Ein Teambild aus dem Training: Optimistisch blicken die SG-Kicker. | Foto: Hans SpenglerDie SG Kürzell-Meißenheim, die Spielgemeinschaft aus Sportfreunde Kürzell und FSV Meißenheim, steht in ihrer zweiten Saison. Der Kader der vergangenen Runde wurde bis auf Maik Rheinberger (FSV Altdorf) gehalten. Dazu kamen acht Spieler der A-Jugend. Die beiden Trainer Sebastian Blum und Matthias Pieper blieben an Bord. Die SG hat die vergangene Saison mit dem fünften Tabellenplatz abgeschlossen, dies spiegelte jedoch nicht ganz das Leistungsniveau der jungen Mannschaft wider.
In dieser Saison wird es schwieriger, sich ganz oben in der Liga festzusetzen. Mit dem FV Dinglingen, dem SC Friesenheim, dem SV Oberschopfheim und dem SV Niederschopfheim II kamen vier Absteiger aus der Kreisklasse A. "Wir müssen mit dem leben, was wir haben", sagt Pieper. Dabei gibt es auch personelle Probleme. So fällt der talentierte Jugendspieler Ive Leuthner mit einem Kreuzbandriss mindestens ein halbes Jahr aus. "Wir wären nicht die richtigen Trainer, wenn wir nicht auch den Aufstieg im Auge behalten würden, aber realistisch ist ein Platz im oberen Tabellendrittel, wenn es gut läuft", so Blum. "Alles andere wäre eine tolle Zugabe, von der wir nur träumen können."
Hoffnungen auf mittelfristigen Aufstieg in die Kreisliga A
Am Training nehmen bis zu 26 Spieler teil. Pieper lobt, kritisiert aber auch: "Unsere Spieler sind ehrgeizig, jung und auch sehr gut bei der Sache, aber manches Mal würden wir uns noch etwas mehr Trainingsfleiß von dem einen oder anderen wünschen." Einige Leistungsträger können wegen beruflicher Beanspruchung nicht so trainieren, wie gewünscht. In der SG gibt es die Hoffnung auf einen mittelfristigen Aufstieg in die Kreisklasse A, wenn es gut läuft und so das Projekt SG weitergeführt werden kann.
Lob gibt es von den beiden Teamleitern für die Verantwortlichen der beiden Vereine aus Meißenheim und Kürzell. "Sie lassen uns arbeiten und unterstützen uns sehr gut", sagt Blum. Die Zuschauerzahlen stimmen ebenfalls. Zudem sollen die Kreisliga-A-Absteiger einige Zuschauer mitbringen, so hoffen es zumindest die Macher in beiden Vereinen.
Blum: "Ich habe es noch keinen Tag bereut"
"Mir macht Fußball mit so jungen Spielern große Freude, da diese Jungs selbst auch Spaß und Freude am Fußball haben," erklärt Pieper. "Mir macht es mit dem Umfeld, den Spielern und auch den wachsenden Zuschauerzahlen großen Spaß und ich habe es bisher noch kein Tag bereut, dass ich diesen Job angenommen habe", ergänzt Blum.
Eine Standortbestimmung brachte das Spiel am vergangenen Sonntag in Meißenheim gegen den FV Dinglingen, das die SG mit 0:3 verlor. Das Team steht nun nach vier Saisonspielen, in denen es zwei Siege und zwei Niederlagen gab, auf dem achten Platz. Die nächsten Spiele werden Aufschluss geben, wohin die Reise der SG geht. Die Verantwortlichen beider Vereine wollen den Trainern für das Projekt Aufstieg Zeit geben, um kontinuierlich eine sportliche Grundlage zu erarbeiten. Dann kann der Fußball in den beiden Ried-Dörfern wieder rosigeren Zeiten entgegen gehen.