
HOCHTAUNUS (ost/anr). Kontakt halten: Das ist die Devise für die heimischen Fußball-Gruppenligisten. Die Usinger TSG (gegen die TSG Nieder-Erlenbach) und der FC Neu-Anspach (gegen den FC-TSG Königstein) stehen dabei vor lösbaren Heimaufgaben. Der TuS Merzhausen tritt beim Tabellenzehnten SG Bornheim/GW Frankfurt an.
Usinger TSG - TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 14.30 Uhr): ,,Wir werden uns nur ein wenig umstellen", sagt UTSG-Coach Leo Caic. Nachdem die Buchfinkenstädter beim Ligakrösus Türk Gücü Friedberg einen Punktgewinn mit konzentrierter Defensive ergatterten, steht gegen Nieder-Erlenbach wieder mehr Offensive im Blickpunkt. ,,Nieder-Erlenbach kann auch Fußball spielen, aber wir müssen und wollen das Spiel gewinnen. Deswegen schauen wir nicht auf den Gegner, sondern auf uns", gibt der Trainer die Marschroute vor. Entspannt kann er dabei auf sein Personal blicken. Bis auf Nicolai Dörnte, der nach seinem Kreuzbandriss erst nach der Winterpause wieder voll einsteigt, und Torben Grill (Trainingsrückstand durch berufliche Verpflichtungen) hat Caic alle Mann an Bord. ,,Torben Grill bekommt Spielpraxis in der zweiten Mannschaft über die volle Distanz. Damit ist ihm und somit auch uns im Moment am besten geholfen."
FC Neu-Anspach - FC-TSG Königstein (Sonntag, 14.30 Uhr): Mit einem Heimsieg am Sonntag in Anspach würde der FC Neu-Anspach vor den beiden Nachbarn im Usinger Land bleiben und Anschluss an die erweiterte Spitze halten. Trainer Frank Gerster betont weiter die Chance, sich mit drei Heimspielen in den nächsten vier Begegnungen im vorderen Tabellendrittel festzusetzen. Er fordert ganz klar, gegen verunsicherte Königsteiner Gäste, die seit zehn Spielen sieglos sind, mit einem selbstbewussten Auftritt einen Sieg herauszuspielen. Dabei dürfe sich seine Elf das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen wie zuletzt in Nieder-Erlenbach, als nach Führung das zweite Tor nicht nachgelegt wurde und plötzlich 20 Minuten lang gar nichts mehr ging: ,,Da war der Ball viel zu schnell weg und wir hatten den guten Start vergeudet." In keinem Fall wolle man Aufbaugegner sein, warnt Gerster vor schwächeren Auftritten gegen schwächere Gegner: ,,Daran arbeiten wir und müssen gegen die sogenannten Kleinen mit klarer Spielweise cleverer agieren. Das ist ein Reifeprozess, in dem vor allem die Führungsspieler gefordert sind, Verantwortung zu übernehmen." Neben dem verletzten Eric Becker fehlt auch der gesperrte Manuel Müller, während Achraf Gara Ali eine Option für einen Einsatz sei: ,,Vielleicht kann er das spielerische Element beleben und die Partie wie gegen Fauerbach entscheiden."
SG Bornheim/GW Frankfurt - TuS Merzhausen (Sonntag, 14.30 Uhr): Für Merzhausens Trainer Jörg Loutchan wird es eine Premiere: Erstmals tritt er als Gast bei seinem ehemaligen Verein an: ,,Hoffentlich finde ich die Gästekabine." Allerdings hat der TuS-Coach höchsten Respekt vor der Heimstärke der Gastgeber, die bereits Neu-Anspach und Fauerbach mit hohen Niederlagen nach Hause geschickt haben. ,,Das kann wie beim Zahnarztbesuch schmerzhaft werden, denn zu Hause ist Bornheim das stärkste Team der Liga und wird gegen uns ganz besonders heiß sein", blendet Loutchan den zehnten Platz der Gastgeber völlig aus. Stattdessen rechnet er sich bewusst nur geringe Chancen aus. Der Merzhäuser Übungsleiter vermisst beim eigenen Team den Trainingseifer des Gegners und fürchtet vor allem dessen zielgerichtetes Spiel in die Spitze sowie die Stärke bei der Eroberung zweiter Bälle: ,,Da ist vieles einstudiert und wir dürfen unter keinen Umständen die Ordnung verlieren." Hellwach die Hausherren vom Tor weghalten, keine Lücken lassen zwischen den Mannschaftsteilen und aggressiv in den Zweikämpfen: Das ist die Marschroute, mit der Loutchan sich nicht verstecken will. Um mindestens einen Punkt zu holen, müsse die Chancenverwertung effektiver sein als zuletzt gegen Ober-Erlenbach und der Tempofußball der Gastgeber gestoppt werden. Nach Ablauf seiner Sperre steht Robin Hartmann wieder im Kader, es fehlen aber der privat verhinderte Daniel Maric sowie Damiano Demasi (Bänderriss) und Damian Hackenberg (Knöchelverletzung).