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Allgemeines

KLD: Liga wächst auf 20 Mannschaften

Neue Teams blähen die D-Klasse künftig auf und stellen die Verantwortlichen vor Probleme

von Michael Sobota · 30.06.2022, 10:00 Uhr · 0 Leser
In der kommenden Saison wird die D-Liga auf 20 Teams aufgestockt.
In der kommenden Saison wird die D-Liga auf 20 Teams aufgestockt. – Foto: Jan-Niclas Grömling

Darmstadt . Die kommende Saison dürfte ein echter Stresstest für die Vereine der Kreisliga D Darmstadt werden. Der Grund: Die Liga ist auf inzwischen 20 Mannschaften angewachsen. Neben dem neu gegründeten Verein FC Campus Darmstadt, der auf dem Sportgelände des VfR Eberstadt trainiert und dort auch seine Meisterschaftsspiele austrägt, meldet der 1. FCA Darmstadt eine dritte Mannschaft zum Spielbetrieb an (wir haben berichtet). Neue Meldungen einer zweiten Mannschaft gibt es zudem vom TSV Eschollbrücken, Blau-Gelb Darmstadt und Hellas Darmstadt.

Es wird zu einer Reihe von Wochentags-Spieltagen kommen

Der Spielplan bedeutet für die Vereine, dass sie bereits Ende Juli, also eine Woche nach Beginn der Sommerferien, in den Spielbetrieb einsteigen und insgesamt 38 Meisterschaftsspiele absolvieren müssen. Das hat zur Konsequenz, dass eine Reihe von Wochentags-Spieltagen auf dem Plan stehen. Als sei das nicht genug, gibt es in der Kreisliga D besondere Probleme um den Einsatz der Schiedsrichter. An jedem Wochenende kam es in den vergangenen Jahren zu Spielabsagen, weil keine Schiedsrichter zur Verfügung standen. Das hatte zur Folge, dass die Sonntags ausgefallenen Spiele in die Woche verlegt werden mussten. Vielen Vereinen war das ein Dorn im Auge, weil Spieler durch berufliche Verpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig zur Verfügung standen. Es ist zu erwarten, dass sich die Schwierigkeiten um die Austragung der Spiele weiter verschärfen, weil dann pro Wochenende zehn Spiele mit neutralen und geprüften Schiedsrichtern besetzt werden müssen. Zwar können sich die Vereine nach der Spielordnung des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) auf einen Schiedsrichter aus den eigenen Reihen einigen, soweit von der Schiedsrichtervereinigung kein Unparteiischer abgestellt werden kann. Allerdings finden die betroffenen Vereine in vielen Fällen keinen gemeinsamen Nenner mit der Konsequenz, dass die Spiele unter die Woche verlegt werden müssen.

Stress ist für Vereine, Klassenleiter und Schiedsrichtereinteiler ist garantiert

Kreisfußballwart Michael Sobota (Ober-Ramstadt) und Klassenleiter Dieter Behrendt (Darmstadt) hatten die Vereinsvertreter der D-Liga zu einer Besprechung eingeladen, um die aktuelle Situation zu besprechen und mögliche Alternativen zu einer solchen Mammut-Liga aufzuzeigen. So war als alternatives Modell im Gespräch, die Liga in zwei Gruppen zu je zehn Mannschaften aufzuteilen und im wöchentlichen Wechsel spielen zu lassen. Auch eine nochmalige Teilung der Liga nach einer Vor- und Rückrunde stand in der Diskussion, um dann in einer Aufstiegsrunde den Meister zu ermitteln. Der größte Nachteil der beiden alternativen Modelle war aber der Umstand, dass das Vorspiel der zweiten Mannschaft vor dem der ersten Garnitur dadurch nicht mehr zu gewährleisten war. Bei allen Modellen bleibt es bei zwei direkten Aufsteigern und einem weiteren Verein, der die Relegation mit dem Vertreter der Kreisliga C spielt.

In einer Abstimmung, bei der 17 Vereine anwesend waren, gab es neun Befürworter einer einklassigen Liga mit 20 Mannschaften. Das war eine knappe Mehrheit gegenüber den Anhängern eines alternativen Spielmodells. Im Hinblick auf eine möglicherweise erneut starke Ausweitung der Corona-Pandemie im Herbst bleibt abzuwarten, wie sich der Spielbetrieb in der Mammut-Liga entwickeln wird. Stress ist für Vereine, Klassenleiter und Schiedsrichtereinteiler auf jeden Fall angesagt.