2025-12-17T10:26:01.779Z

Ligabericht
Als Sechser vor der Abwehr ist Patrick Schäferling, hier bei einer Kopfballabwehr, eine der tragenden Säulen im Bissinger Mannschaftsgefüge.		F.: Karl Aumiller
Als Sechser vor der Abwehr ist Patrick Schäferling, hier bei einer Kopfballabwehr, eine der tragenden Säulen im Bissinger Mannschaftsgefüge. F.: Karl Aumiller

Klassischer Fehlstart

Der TSV Bissingen läuft als Schlusslicht seiner Form hinterher +++ Coach Jürgen Ostermair ist aber zuversichtlich

Verlinkte Inhalte

Ganz sicher ist: Diesen Sonntag wird Jürgen Ostermair nicht verlieren. Er kann aber auch selbst nicht mithelfen, dass sein Team gewinnt. Des Rätsels Lösung: Der Spielertrainer des TSV Bissingen nimmt sich eine Urlaubs-Auszeit. Mit den Gedanken ist er aber schon dabei, wenn das aktuelle Schlusslicht der Kreisklasse Nord 2 den ersten Saisonsieg anstrebt – und das ausgerechnet beim Tabellenführer SpVgg Riedlingen.

„Jetzt kann es ja eigentlich nur noch aufwärtsgehen“, sieht der 37-Jährige den Fehlstart seiner Kicker in die neue Saison mit einem Augenzwinkern. Nach dem Abstieg 2013 und jeweils Kreisklassen-Rang fünf in den Jahren 2014 und 2015 lief es bislang gar nicht gut für die Kesseltaler: 1:1 in Ebermergen, 2:6 daheim gegen Mörslingen, ein 3:3 in Genderkingen und zuletzt das 2:5 vor eigenem Publikum gegen Wertingen II – der erste Saisonsieg lässt auf sich warten. Die Frage nach dem Warum beantwortet Ostermair so: „Eine tolle Mischung aus eklatanten Fehlern in der Defensive und Auslassen bester Chancen im Angriff!“ Allerdings bestehe Hoffnung auf Besserung, wenn sich sein Kader wieder auffüllt. Bislang mussten die Kesseltaler nämlich auf viele Urlauber, Verletzte und „Studenten“ verzichten.

Nicht mehr bauen kann Ostermair, der oft auch torgefährlichster TSV-Akteur ist, auf Leistungsträger André Strodel: „Der tritt kürzer und hinterlässt auf seiner Position im rechten Mittelfeld schon eine größere Lücke“, sagt der Trainer. Ansonsten habe sich sein Kader kaum verändert, das Team präsentiert sich im Kern wie im Vorjahr. Bei den Zu- und Abgängen gab es wenig Bewegung. Neu dabei sind die Youngster Julian Maiershofer, Patrick Strohschneider (beide eigene Jugend) sowie René Friede (JFG Donauwörth). Und Jan Hawliczek (Donaumünster II), der seinen Spielerpass jedoch noch nicht in Bissingen abgegeben hat. Die tragenden Säulen im TSV-Mannschaftsgebilde: Franz Martin (zentrales Mittelfeld), Florian Hämmerle (Innenverteidigung) und Patrick Schäferling („Sechser“). Lob spendet der Coach für die gute Trainingsbeteiligung mit jeweils 15 bis 25 Mann.

Nicht ohne Hoffnung blickt Jürgen Ostermair auf die Sonntag-Partie in Riedlingen: „Ein sehr brisantes Spiel, zumal SpVgg-Spielertrainer Michael Jenuwein bei mir schon Co-Trainer war. Und Jenuweins Schwager Alexander Braun spielt bei uns mit.“ Jetzt gelte es, das Beste aus der angespannten Lage zu machen. „Die Vorzeichen sind zwar weniger toll, Riedlingen überragt aber nicht dermaßen. Da ist für uns schon was zu holen“, glaubt Ostermair und stellt fest: „Wir lassen uns nicht unterkriegen und kommen da unten wieder raus!“

Aufrufe: 011.9.2015, 11:45 Uhr
Donau-Zeitung / Günther HödlAutor