
Am finalen Spieltag der Kreisklasse Ost steht einzig und allein die Beantwortung der Fragen im Fokus, für wen der drei Konkurrenten die Saison mit dem direkten Klassenerhalt endet und wer letztendlich über den Umweg eines oder mehrerer Entscheidungsspiele (der Rangzwölfte der KK Ost trifft dabei auf die SpVgg Moosbach) nachträglich noch das Ticket für die nächste Spielzeit in der Liga löst. Dabei ist das Match der DJK Neustadt (9./30) gegen die SG Störnstein/Wurz (12./27) ein Derby mit Endspielcharakter, wobei die Gäste unter dem Druck des Gewinnenmüssens stehen (der direkte Vergleich mit der DJK würde dann zu ihren Gunsten entscheiden), während den Kreisstädtern ein Remis reichen würde. Der zweite "Krimi" findet in Plößberg statt, wo die SG (11./29) den Rangvierten aus Pirk erwartet. Ein Sieg der Heimelf würde alle Zweifel beseitigen, bei einem Unentschieden würde sie im besonderen Fall den direkten Vergleich mit den Störnsteinern (sollten die gewinnen) für sich entscheiden (1:1 und 1:0 gewonnen), gegenüber den Neustädtern würden sie allerdings den Kürzeren ziehen, da bei 1:1 und 0:0 in den Punktspielen gegeneinander dann das Torverhältnis zählen würde und da hat die DJK ein um 18 Tore besseres. Alles ein wenig kompliziert, schauen wir, wie sich am Sonntag gegen 17 Uhr die Lage darstellt.
In allen anderen Partien geht es um nicht mehr als die berühmte "goldene Ananas", will heissen, die beteiligten Mannschaften können entspannt das letzte Spiel angehen. Gut, in den beiden Nachbarderbys Rothenstadt gegen Luhe-Wildenau II/Etzenricht II (das letzte Spiel der SG, die sich ja bekanntlich auflöst) und Waldau gegen Altenstadt/VOH geht es wohl ums Prestige.
Hier im Überblick die Ansetzungen des 26. und letzten Spieltags der Kreisklasse Weiden, Gruppe Ost:
Die Ausgangslage vor diesem Duell der beiden Nachbarrivalen ist klar: Der Heimelf reicht nach zwei Siegen zuletzt in Folge ein Punkt, um den Haken hinter den Klassenerhalt zu setzen. Der Gast muss trotz sieben Zählern aus den letzten vier Partien zittern und braucht nichts anderes, als einen Sieg, sonst steht - wie schon im letzten Jahr - die kräfteraubende Relegation bevor.
"Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir über den Kampf wieder in unser eigentlich mögliches Spiel zurückfinden können. Daher werden wir auch im letzten Spiel nochmal versuchen, alles herauszuholen, was in der Mannschaft steckt und somit schnellstmöglich für klare Verhältnisse sorgen. Wir wollen mit aller Macht versuchen, den Relegationsmühlen zu entgehen und den direkten Klassenerhalt schaffen. Ich weiß, wir alle wissen, was in der Mannschaft steckt und was wir leisten können, auch wenn wir es diese Saison zum Großteil haben vermissen lassen. Aber was in den letzten Wochen an Zusammenhalt und gegenseitigem Vertrauen gewachsen ist, lässt mich positiv ins nächste Spiel und auch in die neue Saison schauen. Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie es geschafft haben, trotz der Misere in den ersten Spielen nach der Winterpause den Hebel wieder umzulegen", so DJK-Spielertrainer Enrico Köllner vor dem von Haus aus brisanten Derby.
"Schade, dass wir trotz guter Leistungen wieder ein Endspiel um den Klassenerhalt haben. Sarkastisch ausgedrückt: Wir sind es gewohnt. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe bei der DJK, der bereits ein Unentschieden reicht. Da die Moral und Einstellung nicht besser sein könnte, traue ich meiner Mannschaft selbstverständlichauch einen Auswärtsdreier zu. Rupprecht, Fritsch und Bösl werden fehlen, deshalb vertraue ich auf das zuletzt erfolgreiche Team", sagt Gästecoach Gerd Bauer.
Sage und schreibe fünfzehn Punkte hat die SG seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im März gesammelt und hat - nachdem es lange Zeit danach ausgesehen hatte, als wäre der Abstieg nicht zu verhindern - durch die Aufholjagd den direkten Klassenerhalt in greifbare Nähe rücken lassen. Um nun nicht rechnen zu müssen, will man natürlich im letzten Spiel den Ruf der schlechtesten Heimmannschaft (laut Heimtabelle) ablegen und mit einem Dreier den Ligaerhalt tatsächlich noch ohne Überstunden eintüten. Die Motivation für die Gäste liegt dagegen darin, mit einem Sieg den TSV Pleystein noch zu überholen und mit dem Erreichen von Platz 3 auf eine mehr als beeindruckende Spielzeit als Aufsteiger zurückzublicken.
"Eine geschlossene Mannschaftsleistung unserer Jungs", blickt SG-Coach Uwe Hecht kurz zurück. "Jeder wusste, dass wir das Spiel im Kampf um den Abstieg gewinnen müssen. Zum Schluss hatten wir noch hochkarätige Chancen und hätten das Spiel früher und entspannter beenden können. Nun wollen wir das Spiel zu Hause gegen Pirk natürlich für uns entscheiden und endlich das Abstiegsgespenst loswerden. Wir wollen auch im letzten Spiel drei Punkte holen und die gute Stimmung in der Mannschaft auf das Feld übertragen. Natürlich haben wir auch ein Auge auf die Partie in Neustadt", so der Chefanweiser der Spielgemeinschaft.
"Das letzte Spiel wollen wir natürlich gewinnen. Vielleicht wäre damit Platz 3 noch drin. Als Aufsteiger können wir trotzdem dem mit dem Saisonverlauf zufrieden sein, die Vorgabe, mit oben mitzuspielen, haben wir somit erreicht. Bin stolz auf meine Jungs und sehr zufrieden mit dieser Saison. Auch wenn einige Verletzungen übers ganze Jahr gesehen Schwankungen der Ergebnisse und Leistungen in den Spielen beeinflusst haben, ich möchte nicht wissen, was - wenn alle fit gewesen wären - am Ende dabei rausgekommen wäre. Somit musste ich fast jedes Spiel eine andere Elf stellen. Wünsche allen Mannschaften im letzten Spiel alles Gute und einen vorallem verletzungsfreien letzten Spieltag", sagt der Trainer der Gäste, Eugenio Wild.