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Kevelaerer SV ist bereit für die Kinderfußball-Reform

Der DFB setzt ab 2024 bis zur E-Jugend auf die Funino-Spielform. Der Verein aus der Marienstadt ist bestens vorbereitet.

von Volker Himmelberg · 14.04.2023, 13:00 Uhr · 0 Leser
Symbolbild - eine neue Fußball-Version!
Symbolbild - eine neue Fußball-Version! – Foto: Karl-Heinz Hönl

Aktuell werden in der deutschen Fußball-Landschaft zur Abwechslung einmal wieder richtige Mittelstürmer gesucht. Doch Straßenkicker und Gerd Müller waren gestern. Damit in Zukunft noch möglichst viele Spieler zumindest halbwegs mit dem Ball befreundet sind, hat der Deutsche Fußball-Bund im März eine große Kinderfußball-Reform beschlossen.

Ab der Saison 2024/25 ist für die Vereine bundesweit das Funino-Konzept verpflichtend. Soll heißen: Bis zum vierten Schuljahr kicken künftig Mädchen und Jungen nur noch auf Kleinspielfeldern, auf denen vier Minitore platziert sind. Torhüter gibt’s keine. Tabellen auch nicht, damit erst gar kein Leistungsdruck entstehen kann. Das Ziel: Bevor der Nachwuchs ab der D-Jugend erstmals „richtig“ Fußball spielt, soll das Kicker-Einmaleins sitzen.

„Die Maßnahmen sollen die individuelle Entwicklung der Kinder und Jugendlichen auf spielerischem Weg fördern, ihre Begeisterung für den Fußball verstärken und sie so langfristig an den Fußball binden“, sagt Ronny Zimmermann, zuständiger DFB-Vizepräsident für Kinder- und Jugendfußball. „Wir müssen wie Kinder denken, nicht wie Erwachsene. Nur Kinder, die Spaß und Freude am Spiel entwickeln, bleiben dem Fußball erhalten.“

KSV geht voran

Der Kevelaerer SV, der in Sachen Nachwuchsförderung seit langem mit gutem Beispiel vorangeht, ist auf die große Reform bereits bestens vorbereitet. „Wir haben in den jüngsten Altersklassen, die von der neuen Regelung betroffen sind, mehr als 200 Kinder in unserenReihen. Da mussten wir frühzeitig handeln, wobei die Bambini und F-Junioren schon länger nach Funino-Regeln spielen“, sagt KSV-Jugendobmann Uwe Wassen. Inzwischen ist der Traditionsverein stolzer Besitzer von 16 Mini-Toren. „Das sind richtig stabile Aluminium-Tore. Also nicht diese Dinger für den Garten, die bei jedem Windstoß umkippen“, so Wassen.

Die Kevelaerer wissen natürlich ganz genau, was sie an ihrem Sportverein haben. So hat jetzt auch die Stiftung „Seid einig“, die sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen in der Marienstadt einsetzt, das Engagement der Jugendfußball-Abteilung gewürdigt. Vorsitzender Stefan Jansen besuchte das Training der jüngsten Kicker auf der Sportanlage Scholten und hatte vier Mini-Tore mitgebracht.