
"Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel. Unser Führungstor war ja auch glücklich, von daher sind wir nicht unzufrieden, einen direkten Konkurrenten auf Abstand halten zu können. Zudem hat uns die erstmalige Favoritenrolle vielleicht ein wenig gehemmt", blickt Kelsterbachs Coach Ralf Horst, der bis Freitag noch im Urlaub weilt, zurück. Die Trainingsarbeit führt in dieser Zeit sein Zwillingsbruder Kai mit dem übrigen Trainerteam um Torwarttrainer Björn Morper fort.
"Sicher kein Wunschgegner"
Pünktlich am Samstag wird Ralf Horst aber wieder die Auswärtsreise zu Bayern Alzenau antreten können. Die Alzenauer, die nur aufgrund des Eschborner und Wiesbadener Rückzugs aus der Hessenliga überhaupt in der Klasse verblieben, spielen mit runderneuertem Kader und unter dem aus Griesheim gekommenen Coach Angelo Barletta eine formidable Runde, stehen derzeit auf dem dritten Rang. Kommt der Gegner vielleicht gelegen, angesichts der Tatsache, dass man nun die Favoritenrolle wieder abgeben kann? "Also der Wunschgegner ist Alzenau sicher nicht aktuell. Sie haben eine spielstarke Mannschaft. Da weiß jeder, wo er hinzulaufen hat", lobt Horst den kommenden Gegner, den er unter anderem bei dessen 4:1-Triumph in Seligenstadt persönlich inspizierte. Horst: "Um die zu schlagen, werden wir einen Sahnetag benötigen."
Und auch fitte und leistungsfähige Spieler. Daher stehen hinter den Einsätzen von Dominic Machado (Muskelverletzung) und Marius Antinac (bekam in Sulzbach einen Schlag auf den Fuß) noch Fragezeichen, Chris Krause fällt bekanntlich bis zur Winterpause aus.