Der RSV 09 Hückeswagen muss 200 Euro Strafe zahlen, weil der Ordnungsdienst im Kreisliga B-Spiel gegen den Ortsrivalen FC 04 Hückeswagen seinen Aufgaben nicht gerecht geworden war. RSV-Anhänger, die aber vom befreundeten Allgemeinen Turnverein gewesen sein sollen, zündeten sogenannte "Rauchtöpfchen". Sie hatten dabei nicht nur sich, sondern auch das Areal neben den Umkleidekabinen an der Schnabelsmühle eingenebelt.
Darüber hinaus sollen diskriminierende Äußerungen gegenüber FC 04-Akteuren gefallen sein. "Jeder Verein ist für seine Fans verantwortlich, woher sie auch immer kommen", erklärte Keil. Er ließ keinerlei Ausreden des beschuldigten Vereins zu.
Noch heftiger erwischte es TuRa Remscheid-Süd. Die Bliedinghausener müssen 300 Euro Ordnungsgeld zahlen, weil sie zum wiederholten Mal in relativ kurzer Zeit vor der Kammer erscheinen mussten. "Augenscheinlich zeigten die bisher ausgesprochenen Ermahnungen und Verweise, sich sportlich fair zu verhalten, in einigen Mannschaften keinerlei Wirkung oder sind erst gar nicht bei ihnen angekommen", sagte Keil zum Vereinsvertreter.
Besonders hart traf es Mark Anastasi, den Torhüter von TuRa-Süd III (Kreisliga C). Er hatte in der Nachspielzeit der Partie gegen den TS Struck II den Schiedsrichter zu Boden befördert. Der genaue Hergang konnte zwar trotz einiger Zeugen nicht lückenlos geklärt werden, aber die Tätlichkeit war nicht wegzudiskutieren.
Anastasi bereute seinen Ausrutscher. Er hatte sich beim Schiedsrichter entschuldigt und sprach sein Bedauern auch in der Spruchkammerverhandlung aus. Doch das schützte ihn nicht vor einer längeren Strafe, die noch höher hätte ausfallen können: Er wurde nicht für mögliche drei Jahre, sondern für 18 Monate gesperrt. In dieser Zeit darf er nicht am Training teilnehmen und auch kein Spiel seiner Mannschaft besuchen.