
Die Spielvereinigung Stegaurach ist in sportlicher Hinsicht so etwas wie ein Premium-Artikel. Dem Männer-Team gelang heuer der Aufstieg in die Bezirksliga, die Damen kicken künftig sogar in der Bezirksoberliga. Dieser sportliche Ehrgeiz wurde nun belohnt. Beide Mannschaften dürfen sich freuen: Die Kulmbacher Brauerei würdigt die herausragende Leistung in besonderer Weise.
Der Sportverein vor den Toren Bambergs ist breit aufgestellt: Er zählt nicht weniger als vier Abteilungen und kommt auf insgesamt 580 Mitglieder. So kann man auf dem Vereinsgelände Tennis spielen. Es gibt aber auch eine Fitness-Sparte mit Kinderturnen. Und die Tanzabteilung macht im Fasching von sich reden mit ihren Show- und Gardetänzen.
Aushängeschild aber ist der Fußball-Bereich. Das ist geschichtlich bedingt. “Wir haben uns 1945 als reiner Fußball-Verein gegründet“, verdeutlicht Claudia Steblein. Die 50-Jährige steht dem Verein als Vorstandsvorsitzende zur Verfügung. Sie ist besonders stolz auf die Leistungen ihrer Sportler, die auch schon in der Bayern-Liga nach dem runden Leder gejagt haben. Jetzt haben die Kicker wieder allen Grund zur Freude. In diesem Jahr ist ihnen der Aufstieg in die Bezirksliga gelungen. Die Damen gar sind in die Bezirks-Oberliga aufgerückt.
Ein Doppelerfolg, der jetzt besonders gewürdigt wurde. Die Kulmbacher Brauerei hat dem Verein Freibier spendiert. Der hatte sich beteiligt an der „Kapuziner Fußball-Initiative, die von den Kapuziner Weißbierspezialitäten ins Leben gerufen wurde. Durch die tolle Leistung, die die Mannschaft auf dem grünen Rasen gebracht hat, konnten sich die Sportler*innen sowohl Kapuziner Freibier als auch einen Trikot-Satz der Kulmbacher Brauerei sichern. Georg Hiernickel, Gebietsverkaufsleiter bei der Kulmbacher Brauerei, überreichte die Dressen an die Vorstandsvorsitzende.
Die zeigte sich sehr dankbar für die Unterstützung aus Kulmbach in einer schwierigen Zeit. Denn bedingt durch die Corona-Pandemie war der Spielbetrieb völlig zum Erliegen gekommen. Und in Sachen Nachwuchs sieht es mau aus. Der ist bekanntlich die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.
Finanziell hat Corona eine Scharte in die Vereinskasse geschlagen: Weder das 75-jährige Jubiläum noch die jährlich angesetzte Kirchweih konnten stattfinden. Die richtet der Verein für die gesamte Gemeinde aus. Und am Faschingssonntag mussten die Kostüme der Garde-Mädchen im Schrank bleiben.
Vor diesem Hintergrund hofft Claudia Steblein freilich darauf, dass das Virus besiegt und die Durststrecke überwunden werden kann. Denn der Verein hat sich für die Zukunft einiges vorgenommen: Die zwei Sportplätze sollen mit energiesparendem LED-Scheinwerfern ausgestattet werden. Und das Vereinsheim bräuchte nach 30 Jahren auch wieder einen Außenanstrich.