
Es waren nur wenige Sekunden, die den Finalsieg des FC Loppenhausen besiegelten. Gegen den Kreisklassisten SV Schöneberg sahen die rund 180 Zuschauer ein selten glanzvolles Endspiel. Der SVS glich die Führung seines Ex-Spielers Oliver Rödl zwar schnell aus, verlor kurz vor und nach der Halbzeit für einige Momente den Überblick und haderte mit dem Pech. Erst knallte Christian Landsperger einen Freistoß in den Winkel, nachdem Torhüter Tobias Vater nach einem technischen Fehler Foul spielen musste, dann war es wieder Landsperger, der mit seinem fünften Turniertor per abgefälschtem Freistoß die Weichen auf Sieg stellte. Trotz des prompten Anschlusstreffers schaukelte der FCL den Sieg mit 3:2 nach Hause und heimste für Christian Landsperger gleich noch den Titel für den Spieler des Turniers und des besten Torschützen ein.
„Ich habe vorher auf ein Finale zwischen Loppenhausen und Schöneberg getippt“, freute sich Spielgruppenleiter Benjamin Adelwarth nicht nur über ein gelungenes Turnier mit reibungsloser Organisation. Im Gegensatz zum FC Loppenhausen, der souverän durch die Vorrunde marschierte, tat sich der Favorit aus Schöneberg schwer. Nach der Auftaktniederlage gegen Unterrieden mühte sich die Truppe von Besim Miroci ins Halbfinale, wo sie sich erst mit dem 17. Strafstoß im Siebenmeterschießen ins Finale schoss. Trotz Überlegenheit musste der SVS zwei Sekunden vor dem Ende den Ausgleich des Oberriedners Joachim Rogg gefallen lassen und in die Lotterie gehen.
Auch im zweiten Halbfinale mussten die Siebenmeter entscheiden. Loppenhausen litt auf einmal an Torarmut und setzte sich gegen die Turnierüberraschung aus Breitenbrunn nach einer Nullnummer durch. Trotz einer sportlichen Pleite, war das Organisationsteam des TSV Pfaffenhausen um Abteilungsleiter Paul Kwiatek mit dem Verlauf sehr zufrieden: „Wir freuen uns, dass es heuer einmal keine schwere Verletzung gab und der Sanka nicht anrücken musste.“ In den Vorjahren hatten Spieler und Veranstalter weniger Glück.