
Interview mit Ralf Potthoff
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
FuPa-nordwest: Hier in der Redaktion waren alle enorm überrascht als wir letzte Woche das Ergebnis übermittelt bekamen. Trägt die erwiesene Geduld jetzt Früchte ?
Ralf Potthoff: Der Vorstand und ich gaben und werden auch in Zukunft der jungen Mannschaft, die notwendige Zeit geben um sich zu entwickeln.Wir haben letzte Woche ein vernünftiges Spiel gemacht und 2:1 gewonnen, nicht mehr und auch nicht weniger. Die Einstellung zum Spiel war schön entspannt und die Jungs sind wie gewünscht, locker in das Spiel gegangen und haben sich belohnt. Wir wollen diesen Sieg aber nicht überwerten und weiter an uns arbeiten.
FuPa-nordwest: Gab es ein Rezept, die Spieler locker zu machen ?
Ralf Potthoff: Nein, nicht wirklich. Es geht darum an seine Stärken zu glauben und sich nicht unterkriegen zu lassen. Es bringt niemanden etwas sich vor einem Spiel verrückt zu machen. Denkt an Fußball und möglichst positiv auch wenn man unten drin steht. Ich motiviere die Jungs soweit, dass ich z.B. 5 Minuten vor dem Anpfiff in aller Ruhe, die Kabine verlassen kann. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung was die Jungs da ohne mich besprochen haben, aber es muss geholfen haben. In einem Team muss man sich gegenseitiges Vertrauen bringen.
FuPa-nordwest: Jetzt geht es gleich heiß weiter. Mit dem VfL Edewecht habt ihr einen direkten Tabellennachbarn vor der Brust. Welche Taktik verfolgt ihr ?
Ralf Potthoff: Wir werden dort weiter machen wo wir aufgehört haben. Konzentriert unser Spiel machen und den frühen Erfolg suchen. Edewecht ist keine Truppe, die wir nebenbei weghauen, dass wird ein richtiger Prüfstein für uns. Ich finde der VfL spielt derzeit weit unter seinem eigentlichen Niveau und kann viel mehr. Wir werden gegen das starke Teamgefüge alles geben müssen, aber das machen wir ja grundsätzlich. Ich kann das Team begleiten, trainieren und positiv beeinflussen den Rest müssen die Spieler auf dem Feld machen.
FuPa-nordwest: Danke für die offenen Worte. Wir wünschen ein lockeres und faires Spiel.
Ralf Potthoff: Besten Dank, wir werden mit unserer Ruhe versuchen etwas zu bewegen.