2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
Trainer Gerd Morgen (rechts) ist stolz auf seinen Defensivspieler. ?Ein Klasse Typ?, Dr.-Ing Christian Bohr.
Trainer Gerd Morgen (rechts) ist stolz auf seinen Defensivspieler. ?Ein Klasse Typ?, Dr.-Ing Christian Bohr.

Im Gleichschritt nach oben

Tabellenführer TuS Schillingen empfängt den SV Tälchen Krettnach

TuS Schillingen und SV Föhren setzen sich vom Rest der Liga ab und sorgen für einen spannenden Zweikampf an der Tabellenspitze der Kreisliga A. Im Nachholspiel treffen beide Mannschaften am 14. Dezember 2014 aufeinander. Doch erst gilt es für die Hochwälder am Sonntag im Heimspiel gegen den SV Krettnach die Tabellenführung zu verteidigen.

Im TuS Schillingen läuft zurzeit alles nach Plan. Die Elf von Trainer Gerd Morgen glänzt mit einer tollen Offensive und lässt in der Abwehr kaum Tore zu. Ungeschlagen, mit lediglich zwei Punkteteilungen und einem Torverhältnis von 52:8 Toren steht die Mannschaft aus dem Hochwald ganz oben in der Liga. Auf Tuchfühlung mit zwei Punkten Rückstand bleibt nur der SV Föhren, ebenfalls eine Elf mit weißer Weste. Ganz einsam führt Ausnahmestürmer Tobias Anell mit derzeit 28 Treffern die Torschützenliste der Kreisliga A an. „Es ist einfach nur geil, eine solche Mannschaft zu trainieren“, freut sich Gerd Morgen über die aktuelle Situation in seinem Verein. Warum es so gut läuft erklärt der 53-jährige mit dem Vereinsnamen: „Das T steht für Teamgeist in den beiden Mannschaften und im Verein, das U für unangenehm zu bespielen und im positiven unberechenbar und das S für spielerische Stärke.“ An Letzterem will er noch weiter arbeiten. „Schließlich geht nun mal nicht alles auf einmal.“ Sowohl der Trainer, als auch die Spieler haben aus seiner Sicht immer noch Luft nach oben. „Mal schaun, was noch möglich ist“, sagt der Gusterather mit Blick auf die verbleibende Spielzeit.

Gerd Morgen ist stolz auf seine Mannschaft und schätzt das Wir-Gefühl im Verein, in dem seit vielen Jahren Norbert Grundhöfer als Vorsitzender die Richtung vorgibt. „Er hat den TuS geprägt wie kein anderer und wird die Führung alsbald in jüngere Hände legen“, dankt Morgen seinem Vereinschef schon jetzt für die stets gute Zusammenarbeit.

Ein Spieler, der den TuS Schillingen im Besonderen verkörpert, sieht der Trainer in seinem Defensivspieler Christian Bohr. Der 35-jährige Schillinger blickt auf eine tolle Fußballerlaufbahn mit vielen Highlights zurück. Auf eine zweijährige Zeit beim Regionalligisten FSV Salmrohr folgten zwei Spielzeiten bei den FCK-Amateuren, mit denen er gemeinsam mit Miroslav Klose und Roman Weidenfeller Oberligameister wurde. Zurück im Salmtal feierte er weitere Folge mit dem FSV Salmrohr in der Oberliga, wurde Rheinlandpokalsieger und Landesligameister mit der zweiten Mannschaft, bevor er eine dreijährige Fußballpause mit einer Afrikareise überbrückte. Seit 2008 stellt der zweifache Familienvater in spe nun sein fußballerisches Können in seinem Heimatverein unter Beweis. „Er ist einfach ein Klasse Typ und ich hoffe, dass er noch einige Jahre der Mannschaft und später dem TuS in einer anderen Funktion erhalten bleibt“, sagt sein Trainer. Dem kann und will Christian Bohr nicht widersprechen. In der Mannschaft spielt der seit kurzem promovierte Dr.-Ing im Fachbereich Maschinenbau, in der Innenverteidigung. Normalerweise war der als Qualitätsplaner bei der ZF Friedrichshafen AG in Saarbrücken beschäftigte Bohr im Mittelfeld zu Hause. „Die Umstellung war allerdings erforderlich, um mehr Sicherheit und Stabilität in unser Spiel zu bekommen und um einen besseren Spielaufbau von hinten zu realisieren“, erklärt Bohr die Maßnahme seines Trainers. Selbst einmal ein Team zu trainieren kann sich der Schillinger durchaus vorstellen. In einem ersten Schritt will er jedoch klein anfangen und vielleicht schon im nächsten Jahr bei seinem Sohn Anton als Bambini-Trainer den Grundstein legen.

Auch er schätzt im Übrigen das außergewöhnliche Wir-Gefühl innerhalb der Mannschaft, im Verein und mit den Fans. „Wir sind der TuS“ lautet das Motto. Jeder identifiziert sich zu einhundert Prozent mit dem Verein. Es macht riesig Spaß hier Fußball zu spielen.“ War Bohr vor der Saison noch mit einem Platz unter den ersten fünf Teams sehr zufrieden, so freut es ihn derzeit umso mehr auf dem Platz an der Sonne zu stehen. „Wir müssen und wollen das bevorstehende Heimspiel gegen den SV Krettnach gewinnen“, sind sich Trainer und Innenverteidiger einig. Ein Spiel auf das sich Christian Bohr besonders freut: Schließlich kennt er den Krettnacher Coach Erwin Berg aus vielen gemeinsamen Jahren beim FSV Salmrohr. Zum Jahresabschluss trifft Schillingen dann auf die Verfolger aus Föhren. Die Fans können sich schon jetzt auf ein spannendes Spiel zweier Mannschaften freuen, die bereits jetzt Tolles geleistet haben. Ein Spiel mit einer zu erwartenden großen Zuschauerkulisse, in dem es gilt, die Emotionen in die richtigen Bahnen zu lenken.

Aufrufe: 03.12.2014, 22:10 Uhr
volksfreund.de/breitAutor