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Ilker Yüksel schnürt Dreierpack für die Hassia

Fußball-Oberligist Hassia Bingen gewinnt bei der SG Dickenschied 7:2 und sagt dann in Kirn ab +++ Vertrag von Akcam nicht verlängert

von Jochen Werner · 05.07.2021, 18:00 Uhr · 0 Leser
Ersatzgeschwächt mit 13 Feldspieler sind die Oberliga-Kicker von Hassia Bingen zur SG Dickenschied gereist.
Ersatzgeschwächt mit 13 Feldspieler sind die Oberliga-Kicker von Hassia Bingen zur SG Dickenschied gereist. – Foto: Timo Schlitz

Bingen. „Patric Muders und ich haben Sonntagmorgen Michael Dusek (Co-Trainer beim VfR Kirn, die Red) angerufen und ihm mitgeteilt, dass wir nicht spielen können.“ Hassia-Chefcoach Thomas Eberhardt tat die kurzfristige Absage des für den Nachmittag abgemachten Testspiels auf der Kyrau in Kirn zwar Leid, „wir hatten aufgrund der dünnen Spielerdecke aber keine Alternative.“ Ein Ersatztermin soll nach Möglichkeit noch im Sommer gefunden werden. Klappt das nicht, verspricht Eberhardt, mit der Hassia im Winter in der Leder- und Bierstadt anzutreten.

Alper Akcam nicht mehr am Hessenhaus

Schon am Samstag beim A-Klassen-Team der SG Dickenschied/Gemünden standen den Bingern nur 13 Feldspieler zur Verfügung. Julian Hohn zog sich dann noch ohne Einwirkung des Gegners eine leichte Zerrung zu. Georgios Roumeliotis, Luis Majchrzak, Ioannis Vassiliou fehlten aufgrund muskulärer Probleme, Pierre Merkel musste aus privaten Gründen passen, Yannik Wex fehlt weiter wegen einer beruflichen Veränderung. Nicht mehr für die Hassia spielen wird Stürmer Alper Akcam. Sein Vertrag wurde vom Verein nicht verlängert.

In Abwesenheit von Merkel schnürte Ilker Yüksel im Sturmzentrum einen Dreierpack (19., 22., 86.). Baris Yakut traf doppelt (39., 70.), je einmal netzten Sebastian Platten (41.) und Dennis Esmaieli (83.). Sieben Treffer bedeuteten Pflichterfüllung. Nicht geplant waren die Schläfrigkeiten zu Beginn beider Halbzeiten und die damit verbundenen Gegentore von Niclas Plaitz (6./Elfmeter) und zum zwischenzeitlichen 2:4 durch Marcel Brück (55.). „Wir dachten eigentlich, wir spielen das professionell herunter“, so Eberhardt, „aber wir wollen das alles zum jetzigen Zeitpunkt nicht überbewerten. Jeder weiß, dass er mehr machen muss. Aktuell sind wir wegen des intensiven Trainings nicht unbedingt locker-flockig unterwegs.“

Damit aus schweren Beinen nicht größere Blessuren entstehen, entschlossen sich die Binger zur Absage der Partie beim Landesligisten in Kirn. Eberhardts Credo: „Mitte August muss die Mannschaft funktionieren. Da mussten wir ehrlich sein und das Beste für das eigene Team sehen.“ Dankbar ist er für Duseks Verständnis und für die Aufnahme in Gemünden. Über 200 Zuschauer sorgten dort für Atmosphäre. Dazu präsentierten sich Trainer Patrick Welches und sein Team auch abseits des Spielfeldes als herzliche Gastgeber.