
Mit 18 Siegen aus 18 Spielen und einem unglaublich tollen Torverhältnis von 134:23 holten sich die 5. Herren des Hamburger SV bereits am Osterwochenende vorzeitig die Meisterschaft in der Kreisklasse 4. Das gesamte Team hat sich durch immer wieder sehr überzeugende Auftritte den Titel absolut verdient. Klar ist aber auch, dass ihr Top-Torjäger Ilyas Afsin mit seiner beachtlichen Bilanz heraussticht. Trotzdem ist der neueste Erfolg als eine Gesamtleistung des sehr freundschaftlichen Teams anzusehen.
Genau genommen gab es für die frisch gebackenen Meister der Kreisklasse 4 insgesamt nur 15 Spiele zu bestreiten. Dreimal war der Gegner nicht angetreten. DUWO 08 II und der Meiendorfer SV II im vergangenen März und jetzt auch noch der TSC Wellingsbüttel III am Osterwochenende. Sehr schade für die Mannschaft von Trainer Michael Stegemann, die damit Meister wurden, ohne, dass sie es auf dem Feld mit Wasserduschen, Gesang und Jubelausbrüchen zelebrieren konnten. Verdient hätten sie es sich aber allemal. Denn so wie das Team der 5. Herren des Hamburger SV durch die Saison marschiert ist, war es eine Demonstration ihres Könnens. Derzeit stehen 18 Siege aus 18 Partien auf dem Papier. Ein Torverhältnis von 137:23 Buden sprechen ihr Übriges. Bei solch einer Bilanz kann es eigentlich aus sportlicher Sicht keine zwei Meinungen geben: Der Titel und der Aufstieg in die Kreisliga sind hochverdient. Die Feier wird nun am kommenden Wochenende nach dem letzten Heimspiel stattfinden. Trainer Stegemann: „Dann kommen wir alle zusammen. Es ist zwar noch nichts Großes geplant, aber die Jungs haben da immer schnell komische Ideen. Das wird schon eine vernünftige Feier werden.“
Wer sich im Hamburger Amateurfußball ein bisschen auskennt und sich diese Mannschaft anschaut, erkennt zwar sofort, dass einige höherklassige Spieler zur Mannschaft gehören, allerdings sei das „kein normales Projekt“, wie der Trainer klarstellt. „Die Jungs kennen sich jetzt schon über Jahrzehnte. Sie sind wie eine Familie zueinander. Sie haben teilweise auch schon in der Jugend zusammengespielt. Danach sind alle ihren sportlichen Weg gegangen und haben sich im höherklassigen Bereich sozusagen die Hörner abgestoßen. Jetzt haben sie wieder Bock, einfach nur zusammen Spaß zu haben und gemeinsam Fußball zu spielen.“ Diese Freude am Sport hat vor allem auch Stürmer Ilyas Afsin (27), der in bisher 14 Einsätzen starke 51 Tore erzielte. „Dass der Junge jede Mannschaft weiterbringt, darüber brauchen wir nicht sprechen. Das ist klar“, sagt sein Coach stolz, der den Angreifer ebenfalls schon über viele Jahre kennt. „Er war auch schon ein Jugendspieler von mir. Vom Potential her könnte er immer noch locker in der Regionalliga spielen.“
