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Hohes Lob an Wormatia-Innenverteidiger Ivan Smiljanic

20-Jähriger ist trotz seines jungen Alters im Wormser Abwehrzentrum gesetzt +++ Wunsch künftig höher zu spielen

von Stefan Mannshausen · 16.08.2024, 19:00 Uhr · 0 Leser
Ivan Smiljanic bekommt viel Lob von seinem Coach Benny Früh.
Ivan Smiljanic bekommt viel Lob von seinem Coach Benny Früh. – Foto: Timo Babic/Wormatia Worms

Worms. Nach seinem ersten Halbjahr bei der Wormatia ging Ivan Smiljanic in den Kraftraum. Die Winterpause nutzte er dazu, sich wie er sagt, „ein paar Kilos draufzupacken, um noch stabiler zu werden”. Das Ergebnis blieb auch Wormatia-Coach Peter Tretter nicht verwehrt, der in der Winter-Vorbereitung damals sagte: „Ivan hat richtig gearbeitet, das sieht man”. Die Folge: Spätestens seit der vergangenen Rückrunde ist Ivan Smiljanic aus der Innenverteidigung der Wormser nicht mehr wegzudenken und inzwischen, trotz seiner erst 20 Jahre, zu einem wichtigen Leistungsträger in der Abwehrreihe der Wormaten geworden.

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Zwar sucht Aydin Ay, der Sportliche Leiter der Wormatia, auch bedingt durch den monatelangen Ausfall von Routinier Stefano Maier, derzeit noch nach einem Innenverteidiger für den Wormser Kader, an Smiljanic dürfte der Neue aber wohl nur schwer vorbeikommen. Zweikampfstark, gute Ausstrahlung, ein sicheres Passspiel: der Linksfuß ist gesetzt im Defensiv-Verbund der Wormaten: Benny Früh, in Abwesenheit von Tretter aktuell der Chefcoach der Wormser, sagt: „Für mich ist Ivan aktuell der beste Innenverteidiger in der Oberliga.”

Auch zum Ligastart präsentierte sich der spielstarke Abwehrspieler in Topform. Trotz zweier Gegentore machte Smiljanic am vergangenen Wochenende gegen Aufstiegs-Mitfavorit Schott Mainz (3:2) einen souveränen Eindruck. Zahlreiche Bälle der gegnerischen Offensive lief er gekonnt ab und blieb anders als die gegnerische Defensive, die gleich bei allen drei Wormaten-Toren unglücklich agierte, ohne Patzer. Beim Saisonauftakt in Herxheim traf Smiljanic sogar und stellte seine Trefferanzahl aus der vergangenen Saison damit bereits an Spieltag eins ein. An seinen offensiven Fähigkeiten müsse er aber noch viel arbeiten, sagt der gebürtige Mannheimer. „Der Offensivkopfball ist nicht gerade eine Stärke von mir.”

Dafür übernimmt der junge Abwehrmann schon viel Verantwortung. In der vergangenen Saison trat Smiljanic beim Elfmeterschießen im Verbandspokal-Viertelfinale gegen Alemannia Waldalgesheim an – und verwandelte als dritter Schütze seinen Versuch souverän. „Ich fühle mich hier wohl, spüre das Vertrauen, hatte gute Gespräch mit dem Trainer und werde bei der Wormatia bei meiner Entwicklung bestens unterstützt.” Weil sich sein im Sommer auslaufender Vertrag durch eine gewisse Anzahl an Spielen in der vergangenen Saison automatisch verlängerte, war, anders als bei vielen seiner Teamkollegen, ein Wechsel in Liga vier im Sommer kein Thema für ihn. „Ich glaube ein weiteres Jahr hier tut mir gut”, sagt Smiljanic und fügt hinzu: „Jetzt bei einem Regionalliga-Verein müsste ich mich erst neu beweisen, meine Rolle finden.” Der Schritt, das ist keine besonders mutige Prognose, wird kommen. Jetzt im Sommer war aber laut des Spielers noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

Vertragsdetail verhinderte wohl Sommertransfer

In Worms nämlich ist Ivan Smiljanic gesetzt. Er hat sich ein Standing erarbeitet und kann, anders als in einer neuen Mannschaft, noch mehr Verantwortung übernehmen. Seine Mitspieler und Trainer wissen, wie gut der junge Abwehrspieler ist. Der 22-Jährige selbst will sich weiter stabilisieren, konstant gute Leistungen auf dem Platz zeigen und in eine Führungsrolle hineinwachsen. „Ich weiß, ich habe das Potenzial, um höher zu spielen“, sagt Smiljanic selbstbewusst, „aber weiter bei der Wormatia wachsen zu können tut mir gut.” Dass der Abwehrspieler ablösefrei im Sommer bei einem Regionalligisten gelandet wäre, wäre sicher keine große Überraschung gewesen. Sein letztjähriger Partner im Abwehrzentrum Simon Ludwig (Rot-Weiß Oberhausen) hat es vorgemacht. Smiljanic selbst macht aus seinen Ambitionen auch gar keinen Hehl. „Klar, möchte man als Spieler so schnell wie nach oben, aber jetzt mit der Wormatia einen Aufstieg feiern zu können wäre ja auch traumhaft.” Für dieses noch ferne Ziel arbeitet Smiljanic, der ein Marketing-Studium angeht, fast täglich an der Alzeyer Straße. „Das Kopfballspiel verbessern und 30 Spiele plus machen”, hat sich der ehrgeizige junge Mann für diese Saison vorgenommen. Dass er soeben erst in seine zweite Saison als Wormatia-Spieler gestartet ist, vergisst man angesichts seines Auftretens schnell. Seinen Schritt aus der U19 vom SV Sandhausen zur Wormatia hat Smiljanic jedenfalls nicht bereut. „Mir war damals einfach wichtig, eine Chance im Herrenfußball zu bekommen.” Diese Chance hat er beim VfR definitiv bekommen. Er hat sie seitdem - die Krafteinheiten im Winter lassen grüßen - aber auch eindrucksvoll genutzt.