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Hessen Dreieich: Körbel wirft hin

Regionalliga Südwest: Sauer auf Mäzen Nolte / Die Trainer Bommer und Weber werden am Montag folgen

von Peppi Schmitt · 31.03.2019, 17:56 Uhr · 0 Leser
Verlässt den SC Hessen: Karl-Heinz Körbel. F: Norbert Kaus
Verlässt den SC Hessen: Karl-Heinz Körbel. F: Norbert Kaus
Sportliches Beben beim Regionalligisten SC Hessen Dreieich: Einen Tag nach der 0:5-Niederlage im vorentscheidenden Spiel gegen den Abstieg bei Astoria Walldorf hat Vizepräsident Karl-Heinz Körbel seinen Rücktritt erklärt. Grund: Mäzen und Klubchef Hans Nolte hatte nach dem Spiel in Walldorf den beiden Trainern Rudi Bommer und Ralf Weber erklärt, dass sie für die neue Saison keine Verträge mehr bekommen. Zudem hat Nolte offenbar angekündigt, dass 20 der aktuell 22 Spieler ebenfalls gehen müssen.

„Das alles ist über meinen Kopf hin weg geschehen“, sagte Körbel am Sonntag, „das geht einfach nicht.“ An diesem Montag, so Körbel, werden auch Bommer und Weber ihren sofortigen Rücktritt erklären. Nach zwei Hessenmeisterschaften in Folge und dem Aufstieg in die Regionalliga, ist es in diesem Jahr bei den Dreieichern nicht gelaufen. In diesem Jahr ist die Mannschaft bislang ohne Sieg, der Abstieg schient kaum noch abwendbar. Mäzen Nolte will den Neuanfang mit neuen Leuten angehen.

Der sportliche Erfolg sei ausgeblieben, „weil es mit dem begrenzten Budget unmöglich war, eine regionalligataugliche Mannschaft zu formen“, sagt Körbel, „das mussten wir in den letzten Monaten erkennen.“ Körbel hätte gerne in den nächsten Tagen weitere Gespräche geführt die wurden aber nun durch die Entscheidung von Nolte hinfällig. „Ich hätte mir vorstellen können, dass Rudi Bommer sportlicher Leiter wird und wir einen neuen Trainer für die Hessenliga suchen“, sagte Körbel, der vor drei Jahren gemeinsam mit seinen ehemaligen Kollegen von der Eintracht, Bommer und Weber, sein Amt in Dreieich angetreten hatte. „Ich habe das ehrenamtlich mit sehr viel Herzblut getan“, sagt der Bundesligarekordspieler, „es ist sehr schade.“ Mäzen Nolte bezeichnet Körbel als „guten Freund“, darum sei die Entwicklung „besonders schade.“