
FC Hertha München - Der FCH war zu Gast beim Top-Team FC Anadolou, der letzte Saison in der Relegation noch knapp am Aufstieg in die Landesliga gescheitert war. Allein schon aufgrund der finanziellen Möglichkeiten ein Duell David gegen Goliath.
Nachdem man den FCA im letzten Jahr nach einer kämpferischen starken Leistung zuhause besiegen konnte, gingen die Herthaner aber durchaus mit dem nötigen Selbstvertrauen in die Partie.
Ein frühes Anlaufen der Gäste sorgte gleich zu Beginn für Unsicherheiten in der Hintermannschaft der bayrischen Türken, eine Großchance konnte sich Hertha jedoch zunächst nicht erspielen.
Dann aber der erste Rückschlag, nach einem Einwurf zum Gegner spielte Anadolou einen weiten Ball über Herthas Viererkette, Markus Maier lief diesen zunächst ab. Als jedoch Keeper Andreas Fukerider dem abschirmenden Maier dann signalisierte, den Ball sicher zu haben, spitzelte plötzlich der nicht nur frisurentechnisch bestens aufgelegte Yusuf Rubeya frech dazwischen und brachte den Ball zur 1:0 Führung im Gästetor unter.
Hertha war mit zwei eigentlich überflüssigen Niederlagen in die Partie gegangen, schüttelte sich und kam keine drei Minuten später zum Ausgleich. Matthias Konnerth brachte den Ball nach einer Ecke scharf in den Sechzehner, Hubert Kokou war zur Stelle und köpfte zum 1:1-Ausgleich ein.
Hertha versuchte in der Folge weiterhin den Gegner unangenehm hoch anzulaufen, Anadolu konnte den FCH aber stets durch präzise hohe Bälle über die Viererkette - meist auf den schnellen Rubeya - in Verlegenheit bringen. Für die erneute Führung des FCA sorgte dann aber ein optimal getimter Flachpass auf Octavian Dragan, der sich gegen Schmitt durchsetzen konnte, anschließend Fukerider umkurvte und den Ball zur 2:1 Halbzeitführung einschob.
Trotz des Rückstands war der FCH gut im Spiel und sah die Möglichkeit, im zweiten Durchgang noch einmal zum Ausgleich zu kommen. Der nächste Nackenschlag ließ allerdings keine zwei Minuten auf sich warten. Über die linke Seite Abwehrseite konnte sich ein Offensivspieler des FCA viel zu leicht durchsetzen, eine flache Hereingabe brachte erneut Dragan im Tor unter, 3:1 nach 47. Minuten.
Hertha versuchte weiter sein Spiel aufzuziehen, man merkte nun jedoch in einigen Situationen das abhandengekommene Selbstvertrauen aufgrund des Spielverlaufs und der letzten Ergebnisse. Allerdings kamen Conan Furlong und Marco Ivic noch zu guten Möglichkeiten für einen Anschlusstreffer.
Als Dragan der Hertha-Abwehr dann aber erneut entwischen konnte und zum 4:1 einschob, schien die Partie verloren. Der Anschlusstreffer des aktuell gut aufgelegten Ümit Alper war so nur noch Ergebniskosmetik.
Nach zu vielen individuellen Fehlern gegen einen guten Gegner verliert der FC Hertha also sein drittes Spiel in Folge. Es wird nun höchste Zeit sich für eigene Leistungen zu belohnen und wieder Punkte zu sammeln, gerne auch mal wieder mit einem „dreckigen Sieg“.