
Hertha begann mit viel Ballbesitz, die Gäste konzentrierten sich zunächst auf das Verteidigen. Die erste Halbchcance gehörte den Berlinern. Krebs konnte den Ball aus zentraler Position nicht auf das Tor der Azerbaidschaner bringen. Doch die Gäste versteckten sich nicht komplett und konnten in der siebten Spielminute erstmals gefährlich vor das Tor von Hertha kommen. Məhərrəmov schoss aus knapp zehn Metern am Tor vorbei. Nach zehn Minuten dann zum ersten Mal Aufregung im Stadion am Wurfplatz. Ziemer foulte im Strafraum, Schiedsrichter Ferenc Karakó aus Ungarn zeigte auf den Punkt, doch Palmowski parierte gegen Sadıqov und verhinderte den Rückstand. Auf der anderen Seite gehörte der nächste Abschluss erneut Krebs. Dessen Schuss allerdings zu ungefährlich. Nach einer knappen Viertelstunde bot sich den Gästen erneut durch einen Standart die Chance zur Führung. Ein Freistoß aus knapp 25 Metern flog nur knapp am Pfosten vorbei. In der 23. Minute dann erneute Aufregung, denn der Schiedsrichter zeigte erneut auf den Elfmeterpunkt - diesmal für Hertha. Über diese Entscheidung kann man diskutieren. Kiprit behielt die Nerven, verwandelte sicher und brachte seine Mannschaft in Führung. Nach einer furiosen Anfangsphase passierte in der Folge deutlich weniger, auf beiden Seiten gab es kaum noch Strafraumszenen zu begutachten.
Im zweiten Durchgang zeigte sich gleiches Bild wie in den ersten 45 Minuten. Hertha bestimmte das Spiel und erarbeitete sich weitere gute Torchancen. Zunächst scheiterte Ngankam an Torwart Zülfüqarlı, kurz danach schoss er von der Strafraumkante knapp über das Tor. In der 52. Minute hatte Kiprit das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss wurde aber auf der Torlinie geklärt. Qäbäläs Torwart war hier schon geschlagen. Die Gäste steckten nicht auf und konnten sich nach einer Stunde eine weitere Gelegenheit erarbeiten. Qurbanov scheiterte an Palmowski. Der folgende Eckball rutschte durch den Berliner Strafraum, bevor der eingewechselte Albrecht zu einer erneuten Ecke klären konnte. Diese brachte nichts ein. Der schweizer Nationalspieler Werthmüller - ebenfalls eingewechselt - prüfte nach 70 Minuten den Torhüter der Aserbaidschaner, der mit dem Flachschuss jedoch vor keine Probleme gestellt wurde. Die letzte nennenswerte Möglichkeit gehörte den Gästen. Məhərrəmovs Kopfball aber zu ungefährlich. Die 360 Zuschauer vor Ort sahen dann eine Schlussphase, in der beide Mannschaften weniger investierten, sodass es am Ende bei dem 1:0 für die Berliner blieb. Nach dem Hinspielerfolg und dem Heimsieg zieht die "Alte Dame" somit in die Play-Off-Runde der UEFA Youth League ein.
Die Mannschaft von Trainer Hartmann überwintert damit auf internationelem Parkett. Der Gegner für die nächste Runde, die Play-Offs, kommt vom Champions-League-Weg und wird am 17. Dezember in Nyon gelost. In nur einer Partie entscheidet sich dann am 19. oder 20. Februar 2019, wer ins Achtelfinale einzieht. Für den blau-weißen Nachwuchs steht aber jetzt schon fest, dass dieses Duell ein Heimspiel wird.