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FuPa Portrait

Herr Zuber, bitte übernehmen Sie!

Und das gleich vier Mal

von Roland Jainta · 16.06.2013, 16:25 Uhr · 0 Leser
Aufstiege hat Gerhard Zuber als Trainer schon einige feiern dürfen. Beispielsweise mit dem FV Wendelstein in der Saison 2001/02, als die Kicker nach einem Entscheidungsspiel in Zirndorf in die Landesl
Aufstiege hat Gerhard Zuber als Trainer schon einige feiern dürfen. Beispielsweise mit dem FV Wendelstein in der Saison 2001/02, als die Kicker nach einem Entscheidungsspiel in Zirndorf in die Landesl
Es gibt in der Fußball-Historie ge­nügend Trainer, die immer dann gefragt sind, wenn es sportlich nicht läuft, wenn der Super-Gau, sprich der Abstieg, droht. Der inzwischen leider verstorbene Jörg Berger war solch ein Coach, der in Fußballerkrei­sen gerne als „Feuerwehrmann“ beti­telt wurde. Auch Friedhelm Funkel, Peter Neururer oder Otto Rehhagel sagte man über Jahre Fähigkeiten nach, in schwierigen sportlichen Si­tuationen das Richtige auf der Kom­mandobrücke zu tun.

Es soll aber auch Fußballtrainer ge­ben, denen der sportliche Erfolg nachläuft. Felix Magath hat seiner­zeit den 1. FC Nürnberg in der Zweit­ligasaison 1997/98 in einer prekären Situation übernommen und das Team in einem — selbst für Club-Prä­sident Michael A. Roth völlig über­raschenden — Siegeszug zurück in die 1. Bundesliga geführt. Auch Ralf Rangnick war nicht zuletzt durch seine kaum für möglich gehaltenen Erfolge mit Ulm oder Hoffenheim in aller Munde.

Nicht zu vergessen einen gewissen Gerhard Zuber, der von sich behaup­ten kann, während seiner Trainer­laufbahn noch nie abgestiegen zu sein. Nach einigen Lehrjahren bei sei­nem Stammverein SC Worzeldorf als Nachwuchstrainer, wechselte der „Mann mit dem Aufsteiger-Gen“ in den Vollmannschaftsbereich. Dort führte er den ESV Rangierbahnhof über die damalige A-Klasse in die Bezirksliga und von dort weiter nach oben in die Bezirksoberliga. Auch den SV 73 Süd Nürnberg machte Ger­hard Zuber zum Bezirksoberligisten. Nur bei seinem Stammverein wollte es nicht so recht klappen mit seinen Fähigkeiten. Zwei Mal schaffte er mit dem SC Worzeldorf die Teil­nahme an der Relegation, um schließ­lich jeweils im Elfmeterschießen un­glücklich zu scheitern. Dafür lief er in Wendelstein wieder zur Hochform auf. Nach einem denkwürdigen Rele­gationsspiel auf dem Platz des ASV Zirndorf gegen FSV Erlangen-Bruck (4:2) war der FV in der Landesliga. Gerhard Zuber jedoch konnte seinen Erfolg nicht so recht genießen — der Trainer musste für Norbert Kettlitz Platz machen.


Vier auf einmal

Längst hat Gerhard Zuber die Trai­nerbank geräumt. Die Erinnerungen an viele schöne Jahre an der Seiten­linie bleiben jedoch. Und sie bleiben auch dann, wenn „seine“ vier ehema­ligen Vereine nicht mehr so erfolg­reich sind — wie beispielsweise in der gerade zu Ende gegangenen Saison 2013/14. Fast gleichzeitig mussten nämlich der FV Wendelstein und der SV 73 Süd Nürnberg (jeweils aus der Bezirksliga) sowie der ESV Rangier­bahnhof und der SC Worzeldorf (je­weils aus der Kreisliga Nürnberg) absteigen.

Jetzt wäre also wieder der „Mann mit dem Aufsteiger-Gen“ gefragt. Allerdings dürften die Comeback-Ambitionen eher gegen Null wan­dern — noch dazu, weil es Gerhard Zuber noch nicht geschafft hat, sich in vier gleiche Teile aufzuteilen.