
Es soll aber auch Fußballtrainer geben, denen der sportliche Erfolg nachläuft. Felix Magath hat seinerzeit den 1. FC Nürnberg in der Zweitligasaison 1997/98 in einer prekären Situation übernommen und das Team in einem — selbst für Club-Präsident Michael A. Roth völlig überraschenden — Siegeszug zurück in die 1. Bundesliga geführt. Auch Ralf Rangnick war nicht zuletzt durch seine kaum für möglich gehaltenen Erfolge mit Ulm oder Hoffenheim in aller Munde.
Nicht zu vergessen einen gewissen Gerhard Zuber, der von sich behaupten kann, während seiner Trainerlaufbahn noch nie abgestiegen zu sein. Nach einigen Lehrjahren bei seinem Stammverein SC Worzeldorf als Nachwuchstrainer, wechselte der „Mann mit dem Aufsteiger-Gen“ in den Vollmannschaftsbereich. Dort führte er den ESV Rangierbahnhof über die damalige A-Klasse in die Bezirksliga und von dort weiter nach oben in die Bezirksoberliga. Auch den SV 73 Süd Nürnberg machte Gerhard Zuber zum Bezirksoberligisten. Nur bei seinem Stammverein wollte es nicht so recht klappen mit seinen Fähigkeiten. Zwei Mal schaffte er mit dem SC Worzeldorf die Teilnahme an der Relegation, um schließlich jeweils im Elfmeterschießen unglücklich zu scheitern. Dafür lief er in Wendelstein wieder zur Hochform auf. Nach einem denkwürdigen Relegationsspiel auf dem Platz des ASV Zirndorf gegen FSV Erlangen-Bruck (4:2) war der FV in der Landesliga. Gerhard Zuber jedoch konnte seinen Erfolg nicht so recht genießen — der Trainer musste für Norbert Kettlitz Platz machen.
Längst hat Gerhard Zuber die Trainerbank geräumt. Die Erinnerungen an viele schöne Jahre an der Seitenlinie bleiben jedoch. Und sie bleiben auch dann, wenn „seine“ vier ehemaligen Vereine nicht mehr so erfolgreich sind — wie beispielsweise in der gerade zu Ende gegangenen Saison 2013/14. Fast gleichzeitig mussten nämlich der FV Wendelstein und der SV 73 Süd Nürnberg (jeweils aus der Bezirksliga) sowie der ESV Rangierbahnhof und der SC Worzeldorf (jeweils aus der Kreisliga Nürnberg) absteigen.
Jetzt wäre also wieder der „Mann mit dem Aufsteiger-Gen“ gefragt. Allerdings dürften die Comeback-Ambitionen eher gegen Null wandern — noch dazu, weil es Gerhard Zuber noch nicht geschafft hat, sich in vier gleiche Teile aufzuteilen.