
Jochen Schuppe, Trainer des Heidelberger Kreisligisten FC Rot, macht den FuPa Baden Sommercheck.
1) Wie fällt euer Fazit zur vergangenen Saison aus?
Mit der Meisterschaft in der Kreisliga Heidelberg kann das Fazit nur positiv sein. Wir sind überglücklich die Saison als verdienter Meister zu beenden. Nach einer überragenden Vorrunde konnten wir leider in der Rückrunde das Niveau nicht halten und haben bis zum letzten Spieltag warten müssen, um den Titel perfekt zu machen.
2) Gibt es Veränderungen im Team? Transfers, Änderungen im Trainer- und Betreuerteam?
Mit Christoph Freund verliere ich leider meinen Co-Trainer, auch auf diesem Wege nochmals vielen Dank für die gute Zusammenarbeit. Neuer Co-Trainer wird Markus Spiess, der letztjährige Kapitän. Leider beenden mit Timo Gottselig, Manuel Sailer und eben Markus Spiess ihre Karriere. Als Neuzugänge können wir Klemens Kinzel, Andre Braun (beide TSV Rettigheim), Jonas Maisch und Moritz Strompf (beide FV Nußloch) beim FC Rot willkommen heißen.
3) Was sind eure Ziele für 2023/24?
Die Mannschaft kontinuierlich verjüngen, was man auch an den Neuzugängen sieht und das ein oder andere Eigengewächs an die Startelf heranführen. Als amtierender Meister wollen wir wieder einen vorderen Tabellenplatz in der Kreisliga Heidelberg belegen.
4) Wer wird eurer Meinung nach Meister und warum?
Der VfB Rauenberg hat sich die letzten Jahre kontinuierlich verbessert und ist für mich der Topfavorit auf die Meisterschaft.
5) Diesen Sommer verzichten überdurchschnittlich viele Klubs auf den Aufstieg. Worin könnten eurer Meinung nach die Gründe dafür liegen?
Ich denke, es war dieses Jahr eine Ausnahme, dass mit dem FC Rot und der SG Kirchhardt zwei Mannschaften auf den Aufstieg in die Landesliga verzichtet haben. Man sollte sich nicht zu viele Gedanken darüber machen. Lieber ein Verein verzichtet auf den Aufstieg, als wenn er die letzten Spiele absichtlich verliert und den Wettbewerb verzerrt. Wir haben das Finanzielle und die Perspektive für die Zukunft im Blick gehabt und sind zu der Entscheidung gekommen, auch im neuen Jahr in der Kreisliga zu starten.
6) Weniger Zuschauerzahlen, auch Sponsoren zu bekommen wird nicht einfacher. Einfach ins Blaue gefragt: Wie seht ihr die Zukunft des Amateurfußballs?
Es wird sich im Amateurfußball der Herren ähnlich entwickeln wie seit Jahren in der Jugend. Es wird mehr Spielgemeinschaften von Vereinen geben und somit auch in Folge weniger Teams. Ich sehe das Thema Anpfiff ins Leben kritisch für die kleineren Vereine, die früh Jugendspieler verlieren und diese anschließend, wenn sie bei größeren Vereinen auf der Strecke bleiben, nicht zum Heimatverein zurückkehren, sondern eher mit dem Fußballspielen aufhören.