
"Es ist alles relativ schnell und unkompliziert über die Bühne gegangen", berichtet ASV-Spielertrainer Manfred Kraus (35), der den ersten Schritt auf den FSV Loh zugegangen ist. "Ich habe an Abteilungsleiter Josef Mader eine SMS geschrieben, ob wir uns nicht einmal zusammensetzen können, um das Ganze zu besprechen. Daraufhin hatten wir sehr gute Gespräche und eigentlich standen alle Beteiligten unserer Idee der Fusion positiv gegenüber", erklärt Kraus. Am vergangenen Freitag wurde dann bei beiden Vereinen in der jeweiligen Spielerversammlung über die weitere Vorgehensweise abgestimmt. Um den Spielbetrieb für alle Spieler aufrecht erhalten zu können, war zunächst geplant, dass sich der FSV aus dem Spielbetrieb zurückzieht und die Spielerpässe dann vorerst für eine Saison zum ASV gelegt werden. "Eine Fusion schon zur neuen Saison wäre zu kurzfristig gewesen. Wir haben aber dann unter anderem mit Kreisspielleiter Konrad Stöger telefoniert und der hat uns sehr dabei geholfen, dass wir noch zur kommenden Saison eine Spielgemeinschaft gründen können. Am Sonntag wurden dann die Verträge unterschrieben, sodass wir ab sofort gemeinsam an einem Strang ziehen können", informiert Kraus, der auch bei der Spielgemeinschaft als Spielertrainer fungieren wird und von Christian Müller (32) vom FSV Loh als Co-Trainer unterstützt wird.
Beim FSV Loh hatte man sich vor allem unter der Regie des langjährigen Vorstands Alois Schmid lange gegen eine gemeinsame Mannschaft mit dem Gemeinderivalen gesträubt. Nun blieb dem Klub, der die vergangene Saison in der A-Klasse Osterhofen sensationell als Tabellenvierter abgeschlossen hatte, quasi keine andere Möglichkeit mehr, zumal man nach dem Rücktritt von Hans Brandl bis dato auch noch ohne Trainer dastand. "Wir haben alle gesagt, dass es so für beide Vereine besser ist, sonst gibt es in Loh bald gar keinen Verein mehr. Wir spielen ab sofort mit einer Spielgemeinschaft, das ist für alle die vernünftigste Lösung. Da es personell sowohl beim ASV als auch bei uns nicht gut ausgesehen hat, sind wir jetzt in der neuen Saison wenigstens konkurrenzfähig", meint Josef Mader, zweiter Vorstand beim FSV Loh. Die A-Klasse Deggendorf, der die beiden Klubs zugeteilt wurden, geht somit in der Saison 2014/2015 statt wie geplant mit 14 nun mit 13 Mannschaften an den Start. Das bestätigte Kreisspielleiter Konrad Stöger am Montag gegenüber FuPa. Die SG ASV/FSV Loh bestreitet ihre Partien nach dem Spielplan des ASV Loh und gastiert daher zum Auftakt am 27. Juli beim TSV Grafling. Den ersten offiziellen Auftritt der Spielgemeinschaft gibt es schon am kommenden Sonntag (17 Uhr) im abschließenden Testspiel - passenderweise gegen den dritten Gemeindeklub - den SV Auerbach.