
„Ein toller Typ“, macht Ralf Brombacher Werbung für den künftigen Entscheidungsträger des Bezirks. Gerspacher bringe das nötige Format und die Persönlichkeit für die Position des Schiedsrichter-Bosses mit, betont Brombacher. Der 30-jährige Heitersheimer, der wie Brombacher beim FC Kandern beheimatet ist und künftig die leitende Instanz für rund 230 Unparteiische am Hochrhein sein wird, verfüge über die nötige Erfahrung über den Bezirk hinaus. Gerspacher sei zudem gut vernetzt. „Ich glaube, er kann den Job, weil er Stallgeruch nach oben hat“, sagt Brombacher. „Hafes ist seit Jahren in unserem Schiedsrichter-Ausschuss mit dabei, aktiv als Bezirkslehrwart, er kennt sich aus.“ Aber, so Brombacher: „Er kann es auch, weil er eine tolle Mannschaft hat.“ Die habe eine perspektivisch gute Altersstruktur. „Ich bin mit Mitte 40 der Viertälteste im Ausschuss, das will etwas heißen“, ergänzt Brombacher.
Brombacher ohne Sitz und Stimme im Bezirksausschuss
Der scheidende Obmann gibt den Posten nach 16 prägenden Jahren ab, der frühere Zweitliga-Schiedsrichter und umtriebige Funktionär wurde zum Vorsitzenden des Südbadischen Verbandsschiedsrichter-Ausschusses bestimmt. So habe er in Zukunft „auch keinen Sitz und keine Stimme mehr im Bezirksfußballausschuss Hochrhein“, wo der 46-Jährige aktuell noch das Amt des zweiten Vorsitzender führt. „Damit verlieren wir eine echte Figur. Viele eiern rum, er nicht“, sagte der Bezirksvorsitzende Uwe Sütterlin (Eimeldingen), nachdem Brombachers Wechsel publik geworden war.
Brombacher gibt nichts auf Popularitätswerte, er ist ein Macher, und dabei zuweilen auch unbequem. „Er hat viel Ahnung von der Materie und kann viel bewegen“, findet Sütterlin. Bei der Jahreshauptversammlung der Schiedsrichter am heutigen Freitagabend in Wehr (19.30 Uhr, Stadthalle) wird Brombacher zunächst das Amt des Schiedsrichter-Obmanns an Gerspacher abgeben.
Der Heitersheimer gilt als besonnener und gewandter Zeitgenosse, vor sechs Jahren wurde ihm das Amt des Bezirkslehrwarts übertragen. Als Schiedsrichter pfeift Gerspacher seit Jahren mit rund zehn Partien pro Saison auf Oberliga-Ebene, in der Regionalliga assistiert er. Und Brombacher? Er wird es sich nicht nehmen lassen, auch als südbadischer Schiedsrichter-Boss weiter Spiele zu pfeifen. „Das will ich schon beibehalten. Ich bin Mitte 40, ich glaube, ich kann das noch“, sagt er. Ein „ganz wichtiger Faktor“ für ihn sei: „Ich möchte nicht den Kontakt zur Basis verlieren.“