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Ligabericht

Hackenheim macht klare Ansage

Bezirksliga-Spitzenreiter deklassiert Verfolger Simmertal 5:0 +++ Matthias Hill trifft dreifach +++ Christopher Ellgass sieht Gelb-Rot

von Mario Luge · 14.04.2022, 23:06 Uhr · 0 Leser
In der Hackenheimer Defensive hatten Julius Oertel (links) und seine Kollegen das Spiel meist im Griff.
In der Hackenheimer Defensive hatten Julius Oertel (links) und seine Kollegen das Spiel meist im Griff. – Foto: Mario Luge

HACKENHEIM. Das war mal wieder eine klare Ansage. Mit 5:0 (3:0) bezwang der TuS Hackenheim den VfL Simmertal und damit immerhin den Tabellenzweiten der Fußball-Bezirksliga Nahe. Der Primus deklassierte und distanzierte damit den direkten Verfolger und machte einen weiteren großen Schritt Richtung direkter Landesliga-Aufstieg.

Die Geschichte des Spiels ist relativ schnell erzählt. Hatte Tim Hulsey noch die erste Riesenmöglichkeit der Hausherren liegen gelassen, so netzte der wie immer kaum zu zähmende Niklas Schneider nach fünf Minuten ein. Während Hulsey über die Mitte Dampf machte, setzte sich „Maschine“ Schneider öfters auf die Außenposition ab, dennoch hatten die VfL-Defensivleute um Ufuk Aliakar und Christopher Ellgass alle Hände voll zu tun, holten sich früh die Gelbe Karte, Ellgass später sogar Gelb-rot ab.

Ein spitzen Spieler des Spitzenspiel war darüber hinaus Matthias Hill, der in der Folge gleich dreimal für die Blauen traf (42., 50. und 83.), nur unterbrochen durch Hulseys 3:0 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Im TuS-Mittelfeld zog der auffällig wie auch intelligent agierende Oli Gäns die Fäden, während Chris Wilhelm die Hackenheimer Hintermannschaft sortierte.

Die Bilder zum Spiel

Simmertal wehrte sich zumindest 20 Minuten lang wacker, hatte nach dem frühen Rückstand bei zwei Freistößen Pech, als einmal Harald Czyzewski parierte und einmal der Pfosten im Weg war. Spätestens in Unterzahl und mit einem 0:3 im Rücken waren die Gäste chancenlos und hatten Glück, dass es am Ende nicht noch schlimmer wurde. Spaß hatten trotz sportlicher Aussichtslosigkeit die etwa 100 mitgereisten VfL-Fans, die ihr Team lautstark über 90 Minuten unterstützten und schon Mitte der zweiten Halbzeit „You never walk alone“ intonierten.

Der Schlussgesang war aber den Hackenheimern vergönnt, die den Kreis nach der Traineransprache mit dem in solchen Momenten üblichen Stakkato beendeten: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey.“

Das sagen die Trainer

  • Tim Hulsey (TuS Hackenheim): „Ich bin sprachlos und stolz auf jeden Einzelnen. Wir mussten unter der Woche Rückschläge wegstecken und viermal wechseln. Wir haben zum Glück mit Lahim Karsniqi eine 42-Jährigen, der noch ran will. Marian Ristow kann auch mal die Kugel halten oder mit Basti Gaul einen 20-Jährigen. Chris Wilhelm hat von Anfang souverän gespielt – Wahnsinn. Wir haben eine Hammer-Mentalität. Ich betone aber immer wieder, dass wir keine Mannschaft sind, die einfach alles mal so wegspielt. Ich bin von der Art und Weise einfach angetan, dass wir uns immer wieder pushen. Wir sind von Spiel zu Spiel griffig. Und wir haben auch mit Harry Czyzewski einen geilen Typen, der da ist, wenn man ihn braucht. Aufgrund unserer aktuellen Form müsste schon viel passieren, damit es in der Meisterschaft noch schief geht.“

  • Patrick Jungblut (VfL Simmertal): „Um gegen Hackenheim zu gewinnen, muss ein perfekter Tag her. Du musst vor allem Niklas Schneider und Tim Hulsey stoppen, das kann aber in der Liga keiner, und wir haben das eben auch nicht geschafft. Du spielst hier auch nicht auf einem Acker, sondern auf einem Teppich und kannst auch nicht verhindern, dass Hackenheim seinen Fußball spielt. Ich fand aber, dass wir den Gegner zwischen der 10. und 30. Minute schon ziemlich gestresst haben. Aber nach dem zweiten Gegentreffer war das Spiel für uns durch. Dennoch haben wir es in Unterzahl noch ganz gut gemacht. Wir müssen uns an unseren Kalibern orientieren, an Mannschaften wie Planig oder Pfaffen-Schwabenheim.“