
Ali Hanbas, Trainer der TSG Eintracht Plankstadt, hat den FuPa Baden Wintercheck gemacht.
1.) Wie lautet euer Fazit nach der ersten Saisonhälfte? Wurden die gesteckten Ziele erreicht?
Da wir vor zwei Jahren einen Umbruch in der Aktivität hatten, mussten wir zuerst definieren, welche Strategien wir zukünftig verfolgen möchten und haben uns dahingehend orientiert, dass wir Spieler aus der eigenen Jugend vermehrt zum Einsatz bringen und Spieler mit „Plankstadt DNA“ in unseren eigenen Reihen haben möchten. Da der Start nach dem Umbruch sehr holprig war und wir qualitativ nicht gut aufgestellt waren, wurde uns klar, dass wir die Struktur im Team und in der Aktivität ändern müssen.
Wir aktivierten wieder die 2. Mannschaft und führten viele Spielergespräche. Selbstverständlich kam uns die Coronapause gelegen und wir konnten die Zeit nutzen, unsere Mannschaft qualitativ besser aufzustellen. Da in diesem Jahr unter anderem auch viele neue Spieler der Mannschaft beigetreten sind, waren wir uns zu Beginn nicht sicher in welche Richtung unsere Reise geht. Deshalb hatten wir das Ziel, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um uns für einen möglichen Abstieg zu wappnen. Dass wir nun mit 31 Punkten auf Platz 6 und im Halbfinale des Kreispokals sind, spiegelt die gute Teamchemie und die Einstellung jedes Spiel an unsere Leistungsgrenze zu gelangen, wider. Dementsprechend sind wir mit der ersten Saisonhälfte zufrieden, auch wenn wir ein paar unnötige Punkte liegen gelassen haben, was jedoch zu einer gesunden Entwicklung gehört.
2) Gibt es Veränderungen im Team? Transfers, Änderungen im Trainer- und Betreuerteam?
Wir sind der Meinung, dass wir im Winter nicht viel im Team ändern müssen. Aus Rot-Weiß Rheinau wechselt David Ghanadi an die Jahnstraße, der auch „Plankstadt DNA“ aufweist und uns mit seiner langjährigen Erfahrung sicherlich weiterbringen wird. Wir werden im Januar Spielergespräche führen und hoffen, dass wir jeden Spieler überzeugen können in Plankstadt zu bleiben, um auch im Sommer nicht allzu viel ändern zu müssen.
3) Wie sehr hat euch die Coronapandemie in der ersten Saisonhälfte beeinflusst?
Da alle Spieler und Betreuer von uns geimpft sind, hat uns die Corona-Pandemie gesundheitlich eher wenig beeinflusst. Sportlich haben wir früher mit der Vorbereitung angefangen und uns selbstständig fit gehalten, um mögliche Verletzungen zu vermeiden. Dennoch gab es in der ersten Saisonhälfte viele muskuläre Probleme bei Spielern, was sicherlich auch an der langen Pause lag, in der die fußballspezifische Belastung nicht ausführt wurde.
4) Wenn ein Spieler für seine Entwicklung hervorgehoben werden müsste, wer wäre es und warum?
Ehrlich gesagt können viele Spieler für ihre positive Entwicklung erwähnt werden. Unsere Torhüter haben sich, dank unseres Torwarttrainers Stefan Gaa, auf ein richtig gutes Niveau gebracht. In der Abwehr harmoniert es, weshalb junge Spieler wie Janosch Janzen oder Benni Dittmer von erfahrenen Spielern wie Arben Azemi und Tobias Treiber lernen und sich bei jeder Trainingseinheit weiterentwickeln können. Auch im Mittelfeld / Sturm haben wir sehr viele Spieler, die erwähnt werden müssten. Oliver Schölch und Oliver Eck haben im zentralen Mittelfeld einen großen Schritt gemacht und sind dank erfahrenen Spielern, wie Savas Badalak und Manu Tropf, auf einem sehr gutem Kreisliga-Niveau. Natürlich sollten auch Maurice Uhrig, Siar Cakmak und Max Hilke erwähnt werden, die in ihrem jungen Alter sehr gute Arbeit leisten und durch ihre Dynamik jeder Abwehr das Leben schwer machen. Aber auch unsere Spieler wie Jonas Meier, Tobias Eck und David Celer, die letztes Jahr noch in der Jugend gespielt haben, weisen eine gute Entwicklung auf und haben sich im Herrenbereich etabliert.
5) Welche Ziele strebt ihr in der Rückrunde an?
Wir wollen an unserem Hauptziel anknüpfen und so viele Punkte wie möglich sammeln. Wichtig wird sein, dass wir unsere Entwicklung fortsetzen, um nachhaltig gut aufgestellt zu sein. Da wir, wie bereits erwähnt, unnötig Punkte liegen gelassen haben, sollte es außerdem unser Ziel sein, daraus zu lernen, um solche Fehler zukünftig zu vermeiden.
6) Glaubt ihr an ein normales Ende der Runde mit Durchführung aller angesetzten Spiele?
Da die Wissenschaft recht fortgeschritten ist, glaube ich daran, dass die Runde normal durchgeführt werden kann. Mit den 3- bzw. 2G-Regeln ist, meiner Meinung nach, die Durchführung aller angesetzten Spiele realisierbar. Dennoch sollte die Gesundheit immer an erster Stelle stehen und die Wichtigkeit des Amateursports reflektiert betrachtet werden.