2026-04-14T12:48:59.332Z

Halle

Gütersloher Freakz noch rechtzeitig in Topform

Futsal: Oberligist schafft vorzeitigen Klassenerhalt mit 9:4-Heimsieg über den Tabellenzweiten Lüdenscheid. Bunt gemischte Truppe beeindruckt mit rasantem Kombinationsspiel in der Offensive und geschickter Verteidigung

von NW · 03.03.2016, 12:17 Uhr · 0 Leser
F: Martinschledde
F: Martinschledde

Verlinkte Inhalte

Zum Ende einer Saison, die für den Aufsteiger mit vielen Niederlagen und nur einem Hinrundensieg begonnen hatte, kommen die Futsal Freakz Gütersloh gerade noch rechtzeitig in Topform. Am drittletzten Spieltag der Oberliga feierten sie einen 9:4-Erfolg über den Tabellenzweiten Futsal 61 Lüdenscheid. Der vierte Rückrundensieg hievte sie in der Tabelle immerhin auf den gesicherten 5. Platz.
Hatten sie das Hinspiel noch mit 2:14 verloren, beeindruckten die Freakz diesmal mit rasantem Kombinationsspiel in der Offensive und taktisch geschickter Verteidigung. Selbst Michael Esen aus der Sportlichen Leitung des Fußball-Bezirksligisten Aramäer Gütersloh staunte auf der Tribüne der Sporthalle Wiesenstraße, wie cool die Jungs vor dem gegnerischen Tor die Situationen ausspielten: „Im Fußball wäre viel früher einfach draufgeballert worden.“ Der Heimsieg war umso erstaunlicher, als die Gütersloher personelle Handicaps weg- zustecken hatten. Diego Bortolozzo musste auf einen Einsatz verzichten, weil er tags drauf vom SC Wiedenbrück II dringend für ein Fußball-Bezirksliga-Punktspiel benötigt wurde und sich schonen wollte. Und Mustafa Dogan vom Fußball-Oberligisten SC Paderborn II handelte sich schon in der 12. Minute eine Gelbrote Karte ein, weil er die Entscheidung des Schiedsrichters nicht akzeptieren mochte und weiter meckerte – im Futsal ein „No go“. Dennoch glichen die vom Bielefelder Lukas Specht trainierten Freakz bis zur Halbzeitpause durch zwei Treffer des Brasilianer Bruno Lopes einen 0:2-Rückstand zum 2:2 aus. In den zweiten 20 Minuten setzten sie dann zu einem ebenso mitreißenden wie cleveren Sturmlauf an. Drei weitere Treffer von Lopes, zwei des gerade aus Brasilien zurückgekehrten Gabriel Oliveira, ein Tor des Marrokaners Fouad Aghaima und eins von Mahmut Tur vom Fußball-Landesligisten TSG Harsewinkel sorgten für großen Beifall auf der Tribüne. Die Lüdenscheider konnten sich oft nur mit Fouls wehren, am Ende waren es acht; ab dem sechsten Mannschaftsfoul pro Halb- zeit gibt es im Futsal einen Zehnmeter für den Gegner. Jürgen Wittwer, zusammen mit Sven Exner für die Gütersloher Freakz verantwortlich, erklärt den Aufwärtstrend der bunt gemischten Truppe in der Rückrunde vor allem mit größerer personeller Stabilität. Gegen Lüdenscheid gehörten noch Torhüter Michael Kutyniok, Adrian Kilinski und Adranik Ter Nersian zum Team. Nachdem der Klassenerhalt in der Oberliga feststeht strebt Wittwer für die nächste Saison den nächsten Schritt an: „Wir wollen ganz klar um den Regionalliga-Aufstieg mitspielen.“