
Jossgrund (fs). Der VfB Oberndorf nimmt derzeit in der Fußball-Kreisoberliga den Platz an der Sonne ein und blickt generell auf ein famoses Fußballjahr zurück. Schon in der Rückrunde der Saison 2012/13 verzückten die Jossgrunder ihre Fans mit tollem Fußball.
Ausgangslage
Die Verantwortlichen am Rabengrund würden lügen, wenn sie die aktuelle Platzierung nicht als Genugtuung empfinden würden. „Platz eins ist eine schöne Geschichte und wir fühlen uns an der Spitze wohl. Gerne bleiben wir dort noch eine Weile“, sagt Trainer Dennis Rieth. Die Frage nach Aufstiegsambitionen umschifft er meist. „Andere Vereine haben vor der Saison ihre Ambitionen klar ausgesprochen, mit dem Meistertitel kokettiert.“ Gegen ein Herzschlagfinale hätte der Ex-Profi aber nicht einzuwenden: „Wenn keiner vorbeizieht, werden wir oben bleiben.“ So einfach ist es.
Personalien
Vom Wintertransfermarkt hielt sich der Spitzenreiter fern. Trainer Rieth freut sich aber dennoch über zwei interne Neuzugänge. Sebastian Beyer, der die Hinrunde nach einem Arbeitsunfall fast komplett verpasste, kann wieder mittrainieren. Ebenso Lukas Werthmann, den in der Hinrunde Krankheiten und eine Spielsperre den Weg in die Stammelf versperrten. Fehlen wird indes Holger Heinemann, der wegen seiner Fußverletzung zunächst nicht mittun kann.
Rückblick: Das war gut, das war schlecht
„Die Mannschaft die gesamte Saison gut gearbeitet“, betont Dennis Rieth. Und vor allem als Team überzeugt. Es sind nicht unbedingt die Stärken einzelner Akteure, sondern vielmehr das Kollektiv, das den Spitzenreiter auszeichnet. Vieles falsch gemacht haben seine Schützlinge gewiss nicht, und dennoch ist Rieth aufgefallen, dass im Vergleich zur bärenstarken Rückrunde der Vorsaison etwas die Konstanz und spielerische Leichtigkeit abhanden gekommen ist. Manch Spieler konnte nicht immer seine Topform abrufen. Aber das ist – wenn überhaupt – Jammern auf hohem Niveau. Beim VfB sind sie zufrieden mit der Entwicklung ihrer Mannschaft. Besonders auffällig ist diese bei Torwart Matthias Neiter, der mit einer positiven Ausstrahlung auf dem besten Weg ist, eine Klasse-Keeper zu werden.
Trainer und Umfeld
Trainer Dennis Rieth mag das Oberndorfer Umfeld und schätzt die im Vorstand vorhandene Fußballkompetenz. Da nimmt er den weiten Anfahrtsweg aus dem Freigericht gerne in Kauf. Ob die zweite Amtszeit von Rieth beim VfB Oberndorf im Sommer nach dann nunmehr drei Jahren eine Fortsetzung findet, ist noch nicht gänzlich geklärt. Die guten Leistungen der jungen Mannschaft haben bei den treuen Zuschauern des VfB jedenfalls wieder die Erinnerungen an schöne, lange Jahre in der damaligen Bezirksoberliga Frankfurt Ost geweckt. Die Rieth-Truppe kann auch in der Rückrunde auf eine lautstarke Unterstützung setzen. Sollte der große Coup nicht gelingen, wird in Oberndorf bestimmt keine Trauerstimmung entstehen. Der augenblickliche Erfolg wird realistisch eingeschätzt – eine Übermannschaft ist der VfB Oberndorf in der Kreisoberliga noch nicht.
Vorbereitung
Am Montag geht das Training beim VfB Oberndorf los. Fünf Vorbereitungswochen liegen vor dem Tabellenführer, vorausgesetzt das für den 22. Februar angesetzte Nachholspiel beim FSV Bad Orb fällt wie erwartet aus. Der Spessart-Klub hat sich adäquate Testspielgegner eingeladen. Gespielt wird gegen den Nachbarn aus Frammersbach, das Gruppenliga-Topteam Marköbel sowie die Büdinger Kreisoberligisten Germania Ortenberg und SV Seemental.
Durch den neuen Kunstrasenplatz sind die Vorbereitungsbedingungen im Rabengrund gut. Sollte noch viel Schnee fallen, wird vor den Trainingseinheiten durch das Räumen des Platzes auch die Oberkörpermuskulatur der Spieler zu genüge gestählt werden.
Statistik
Platzierung: 1. (36 Punkte, 41:26 Tore)
Siege: 11
Unentschieden: 3
Niederlagen: 4
Heim-Punkte: 16
Auswärts-Punkte: 20
Höchster Sieg: 5:1 in Rothenbergen
Höchste Niederlage: 0:3 in Wittgenborn
Spiele ohne Gegentreffer: 3
Spiele ohne erzieltes Tor: 2
Bester Torschütze: Nico Thomas (12)
Auftaktprogramm
FSV Bad Orb (A / 22. Februar), SV Breitenborn (A / 9. März), Melitia Roth (A / 12. März)
Prognose
Der VfB Oberndorf hat sich eine glänzende Ausgangsposition erarbeitet und vieles spricht dafür, dass die Truppe von Trainer Dennis Rieth bis zum Saisonende um den Titel mitmischt. Der VfB verfügt über eine junge, hungrige Mannschaft, die sich zudem aufgrund ihres heimischen Kunstrasenplatzes unabhängig der Wetterlage optimal auf die Restrunde vorbereiten kann.