
Erstmals seit dem SV Dersim vor genau zehn Jahren geht mit dem FC Türk Gücü wieder ein Rüsselsheimer Verein in der Gruppenliga auf Torejagd. Zum Auftakt trifft der Aufsteiger am Samstag (16 Uhr, Stadion) auf die Sportfreunde Heppenheim.
Türk Gücü Rüsselsheim - FC Sportfreunde Heppenheim (Samstag, 16 Uhr)
„Hier ist eine große Vorfreude auf das Spiel“, sagt der neue Trainer Efkan Yildiz. Sämtliche Spieler und Verantwortliche des Klubs freuen sich auf die Premiere des Vereins in der Klasse. Für Yildiz ist es die erste Aufgabe als Cheftrainer. Zuletzt war der 39-Jährige, der über 300 Hessenliga-Spiele absolviert hat, bei RW Darmstadt als Co-Trainer tätig: „Ich wollte eigentlich ein Jahr Pause machen, die Möglichkeit beim Projekt des FC Türk Gücü teilzunehmen, wollte ich aber wahrnehmen.“ Ihm war bewusst, dass er sich umstellen muss. So ist in der Organisation vieles nicht mit seinen früheren Klubs zu vergleichen. Der Innenverteidiger sieht dies aber positiv. „Ich versuche, mit meiner Erfahrung ein wenig Struktur einzubringen“, sagt Yildiz. Überrascht war er bereits in der ersten Trainingswoche, wie groß die Anzahl der Mitarbeiter im Spielausschuss ist: „Hier macht jeder, was er kann, und es wird alles versucht, um uns ideale Bedingungen zu bereiten.“ Das Ziel des Aufsteigers ist es, sich in der neuen Liga zu etablieren. Yildiz sieht dies bei mindestens fünf Absteigern als keine leichte Aufgabe an. Zudem ist ihm bekannt, dass die Gruppenliga Darmstadt in den vergangenen Jahren erheblich an Niveau gewonnen hat.
So haben einige Vereine große finanzielle Möglichkeiten und viele Spieler mit Erfahrung aus höheren Spielklassen sind dabei. Die Rüsselsheimer haben sich mit Emin Yalin, Baris Odabas, Samir Haruna (beide Vatanspor Bad Homburg), Ramazan Türkyilmaz (SC Hanau 1960), Cuma Aslanca (RW Darmstadt), Enes Karakus (Spvgg Oberrad), Emrecan Sönmez (TuRa Niederhöchststadt) und Kadir Adin (ohne Verein verstärkt, um die schwere Aufgabe bewältigen zu können. „Weitere Verstärkungen sind noch möglich“, sagte Geschäftsführer Adnan Dayankac.
Die erste Partie gegen Heppenheim wird gleich ein Gradmesser, gelten die Heppenheimer als Team, das vermutlich um den Klassenerhalt kämpfen muss. Sämtliche Heimspiele werden im Rüsselsheimer Stadion ausgetragen. So lange es Witterung und Helligkeit zulassen wird das Team auch am Sommerdamm trainieren. „Hier zu spielen ist zusätzliche Motivation“, erklärt Yildiz.