Gregor Grillemeier ist wieder Trainer des Landesligisten FSV Duisburg. Nach dem Rücktritt von Ali Abdelhafid, der nur knapp über vier Wochen im Amt war, haben die Verantwortlichen des FSV schnell gehandelt. Schon in der vergangenen Spielzeit übernahm der 296-fache Bundesligaspieler kurz vor dem Saisonfinale den FSV und führte das Team zum Klassenerhalt. Danach wollte der Verein mit dem Coach verlängern, Grillmeier sagte aber aus privaten Gründen ab. FSV-Chef Bedri Topuz ist vom 54-Jährigen, der in der ersten und zweiten Bundesliga 94 Tore erzielte, überzeugt: "Gregor kennt den Verein, die Mannschaft und unsere Strukturen. Wir sind davon überzeugt, dass er mit der Mannschaft ein positives Saisonende schaffen wird."
Am Sonntag (15 Uhr) beginnt für Grillemeier und sein Team die "Mission Klassenerhalt" mit einem Heimspiel gegen den SV Budberg. Alles andere als ein Sieg gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten (erst zwei Punkte) wäre eine riesengroße Enttäuschung. Aktuell ist der FSV Tabellenachter, mit allerdings nur sechs Zählern Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze.
Der DSV 1900 hat ebenfalls schwierige Tage hinter sich. Nach dem 3:3-Remis beim Tabellenführer 1. FC Kleve, bei dem die Wanheimerorter erst in der Schlussminute den Ausgleich kassierten, musste Trainer Heiko Heinlein beim Training am Dienstag Aufbauarbeit leisten: "Es war eine Mischung aus Enttäuschung und Stolz. Jetzt haben wir es verarbeitet und gehen mit dem positiven Gefühl, dass wir auch von Spitzenteams derzeit nicht zu schlagen sind, in die nächste Partie." Die steht am Sonntag um 15 Uhr gegen den abstiegsbedrohten Mülheimer SV 07 an. "Gegen eine Mannschaft, die im Abstiegskampf steckt und bis zum Schlusspfiff kämpfen wird, wird Schönspielerei nicht reichen", weiß Heinlein, der seine Warnung fortsetzt: "Die Mülheimer haben zuletzt Viktoria Goch ordentlich Probleme bereitet und erst in der Nachspielzeit das entscheidende Tor kassiert." Gegen den MSV fehlen morgen Sergio Hector Pastor Gutierrez rotgesperrt und Abwehrchef Rafael Synowiec (Bänderdehnung im Sprunggelenk). "Auf jeden Fall wird Stephan Soltysik in die Startelf rücken. Er hat mein vollstes Vertrauen", erklärt Heinlein. Aufgrund seiner Verletzung verschob sich auch das Vertragsgespräch von Rafael Synowiec. "Er konnte mit seinem dicken Fuß gar kein Auto fahren", schmunzelt Heinlein, der den erfahrenen Abwehrspieler unbedingt halten will. Eine Vertragsverlängerung scheint nur noch Formsache zu sein. Mit Dejan Lazovic und Hrvoje Vlaovic wird ebenfalls in den kommenden Tagen verhandelt.
Ob Michael Roß die Personaldiskussion bei Viktoria Buchholz bewusst angestoßen oder im Frust der Niederlage, der nach dem verlorenen Lokalderby beim DSV 1900 deutliche Kritik geübt hatte, sei dahingestellt. Jedenfalls sieht der 46-jährige Trainer zwei Wochen später eine klare Tendenz. Fast alle Spieler haben mittlerweile für die neue Saison zugesagt. Nur Emre Camdali, der ein Angebot aus einer höheren Klasse vorliegen hat, aber auch beim Nachbarn DSV 1900 im Gespräch ist, zögert noch mit einem klaren Bekenntnis für die Viktoria. "Die Tendenz zeigt aber zu uns", glaubt der Trainer, und: "Da fehlen noch ein, zwei Rahmenbedingungen."
Als Roß Klartext gesprochen hatte, war noch nichts an personellen Perspektiven auf den Weg gebracht. So schnell kann sich das ändern. "Es geht jetzt Schlag auf Schlag", so Roß. Nach dem Dienstagtraining hatte Obmann Uwe Rettig wieder drei Verträge unter Dach und Fach gebracht. Sportlich soll es im Auswärtsspiel beim Tabellenfünften 1. FC Bocholt keinen Rückschlag geben. Die selbstbewussten Buchholzer wollen nach dem "Dreier" gegen den RSV Praest in der Erfolgsspur bleiben. Das sollten sie auch, denn die Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg schläft nicht, punktet ebenfalls munter mit. "In der Rückrunde sind wir auf Augenhöhe mit dem 1. FC", betont der Übungsleiter.