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Spielbericht

Gräfens Grüße nach Neuseeland

Früh die beiden ersten Treffer erzielt, danach in der Abwehr meist sicher gestanden und in der zweiten Halbzeit nachgelegt: Durch ein verdientes 3:0 bei der SG Laufeld hat der SV Zeltingen-Rachtig die Tabellenführung in der Fußball-Kreisliga A verteidigt. Dabei fehlte der Goalgetter der Moselaner erneut. - VIDEOINTERVIEWS mit den beiden Trainern René Hochmann und Karl-Heinz Gräfen.

von Andreas Arens · 23.11.2019, 23:15 Uhr · 0 Leser
Bleibt mit seinem Team an der Tabellenspitze: Zeltingen-Rachtigs Coach Karl-Heinz Gräfen.
Bleibt mit seinem Team an der Tabellenspitze: Zeltingen-Rachtigs Coach Karl-Heinz Gräfen. – Foto: Sebastian J. Schwarz/Archiv
So ganz zufrieden war Karl-Heinz Gräfen, der Trainer des SV Zeltingen-Rachtig, dann doch nicht am Ende einer überaus erfolgreichen Woche, die nach dem 1:0-Sieg in der A-Klasse gegen Neumagen-Dhron und dem 3:1 im Kreispokal beim SV Gonzerath den dritten Sieg eingebracht hatte. „Souverän ist anders. Laufeld hat gut dagegengehalten und stark gekämpft.“ Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn die Gastgeber in ihrer starken Phase kurz vor und nach dem Seitenwechsel getroffen hätten – besonders erwähnenswert: Der nur knapp am Tor vorbeigegangene Kopfball aus Nahdistanz von Jeremias Schmitt nach Flanke von Julian Burch (40.).
„Wir haben aber mal wieder die Tore zur richtigen Zeit erzielt“, wusste Gräfen. Die Klasse der Moselaner wurde in der elften Minute deutlich, als sich der später verletzt ausgewechselte Felix Franzen stark gegen drei Laufelder durchgesetzt hatte und dann den Ball an SG-Torwart Marcel Eis vorbei zum 1:0 einschob. Die Hausherren monierten ein Handspiel des Torschützen. Über ein Einschreiten von Schiedsrichter Tizian Neis hätte sich Franzen in der Tat nicht beschweren dürfen. Doch der Unparteiische sah es anders, und wirkte auch in der Beurteilung einiger Zweikämpfe nicht immer souverän. Unterm Strich wollte René Hochmann, Coach der Vereinigten aus Laufeld, Wallscheid und Niederöfflingen, die Schuld aber nicht am 17-jährigen Unparteiischen suchen. „Wir schalten ab, pennen – wie auch beim zweiten Gegentreffer.“ Der fiel nur fünf Minuten später. Bei einem Freistoß aus dem Mittelfeld heraus von Alexander Schiffmann schien Hochmanns Team überrascht. Yannik Dietz nahm den Ball auf und lupfte ihn dann noch gefühlvoll an Marcel Eis vorbei ins Netz.

Der Ball lief besser bei Zeltingen-Rachtig. Der Spielaufbau wirkte runder. Glänzen musste die Gräfen-Elf aber nicht gegen lange Zeit völlig harmlose Laufelder, die zwar alles gaben, aber im letzten Drittel zu wenig zielstrebig wirkten – die Drangphase vor und nach der Halbzeit einmal ausgeklammert. Bezeichnend für das über weite Strecken zaghafte Offensivspiel der SG war die Aktion von Julian Burch in der 26. Minute. Hier hatte er sich kraftvoll bis zum Strafraum durchgesetzt, verzettelte sich aber, statt die für einen Moment freie Schussbahn zu nutzen.

Laufeld-Trainer Rene Hochmann:

Den Aufruf von Mittelfeldlenker Pascal Meschak („Jungs, wir müssen wieder mehr machen.“) nahmen sich seine Teamkollegen zu Herzen und erhöhten Mitte der zweiten Hälfte auf 3:0. Nach Rechtsflanke von Kim Heydorn landete der Kopfball von Schiffmann über Eis hinweg im Laufelder Tor (67.).

Auch sein Trainer ist froh, dass Schiffmann von einer selbstauferlegten Pause vor einigen Wochen zurückgekehrt ist. So kann der SVZR auch den aktuellen Ausfall von Florian Blesius abfedern – der Goalgetter weilt auf einem mehrwöchigen Neuseeland-Trip und wird auch noch im kommenden Heimspiel gegen die SG Veldenz fehlen.

Die leidenschaftlich von Trainer Hochmann angetriebenen Laufelder fighteten bis zum Ende. Mehr als zwei Außennetz-Treffer von Burch (70./72.) sprangen aber nicht mehr heraus.

Zeltingen-Rachtigs Coach Karl-Heinz Gräfen:

„Die clevere Mannschaft hat gewonnen – und das am Ende auch verdient“, musste der Laufelder Coach eingestehen. Sein Gegenüber Gräfen genießt es, mit seiner Mannschaft auf der Pole Position zu stehen, zumal „das so nicht geplant war zu Saisonbeginn“.

Der Zeltinger Trainer versäumte es nicht, „schöne Grüße nach Neuseeland“ zu schicken. Florian Blesius solle die Zeit genießen, weil er sich den Urlaub auch absolut verdient habe: „Ansonsten geht er immer voran und gibt alles.“ Auch aus der Ferne fiebere Blesius mit, so Gräfen: Er ist immer der Erste, der nach den Spielen per Whatsapp nachfragt, wie es gelaufen ist.“

Mit solch positiven Ergebnissen wie zuletzt, kann Blesius bestimmt noch entspannter urlauben.

SG Laufeld – SV Zeltingen-Rachtig 0:3 (0:2)

Laufeld: Eis – Geib, Back (67. Sanchez Rico), Lehnertz, Müller – Burch, Weinand, Horrell, Kaufmann – Weins, Schmitt.

Zeltingen-Rachtig: Henchen – Mussa, Wilbert (63. Jakoby), Heydorn, Lenz – Rees, Meschak, Kappes, Schiffmann – Dietz (77. Glesius), Franzen (46. Bechtel).

Schiedsrichter: Tizian Neis (Meerfeld)

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Franzen (11.), 0:2 Dietz (16.), 0:3 Schiffmann (67.)

Gelb-Rot: Horrell (89., Reklamieren)