
Pfullendorf / sz - Die Fußball-Kreisliga A, Staffel III hat eine relativ ausgeglichene erste Halbserie hinter sich. In der 14er-Liga kristallisierte sich keine Elf als klarer Spitzenreiter heraus. Tabellenführer TuS Immenstaad und Verfolger SC Göggingen haben zwar einen kleinen Vorsprung, aber es folgen mit der SpVgg. F.A.L. II, den Spfr. Owingen/Billafingen, dem SV Denkingen II und dem SC Buchheim/Altheim/Thalheim vier weitere Mannschaften, die noch ganz vorne anklopfen könnten. Auch am Tabellenende ist noch alles offen. Der TSV Aach-Linz II überwintert zwar als Tabellenschlusslicht, aber zumindest der Aufsteiger Türkischer Arbeiterverein Überlingen, der Türkische SV Pfullendorf, der FC Uhldingen und der FC Überlingen II sind ebenfalls abstiegsgefährdet. In mehreren Folgen blickt die Schwäbische Zeitung auf die Vorrunde zurück und zieht eine Zwischenbilanz.
Der TuS Immenstaad hat das Ziel, das sich Trainer Daniel Schmid und seine Mannschaft am Anfang der Runde gesetzt haben, erreicht: Die Mannschaft überwintert nach elf Siegen aus 15 Spielen an der Tabellenspitze. Dort, so wünscht es sich TuS-Vorsitzender Clemens Müller, soll die Elf bis zum Saisonende auch bleiben. "Unser Ziel ist der Meistertitel und der Aufstieg in die Bezirksliga", sagt Müller. Und: "Wenn wir keine Verletzten bekommen, schaffen wir die Meisterschaft." Müller weiß sehr wohl, dass in der Vorrunde nicht alles perfekt gelaufen ist und einige Spiele "nur mit Glück" gewonnen wurden. "Wir haben das, was in der Mannschaft steckt, zu selten abgerufen und wissen, dass wir mehr tun müssen", sagt er und denkt beispielsweise an die blamable 0:3-Niederlage in Buchheim, bei der die Mannschaft "keinen Fuß auf den Boden gebracht hat". Auf der Habenseite konnte die Schmid-Elf dafür hohe Zu-Null-Siege wie das 7:0 gegen den SV Meßkirch oder das 5:0 bei der SG Herdwangen/Großschönach verbuchen. Mit zum Erfolg beigetragen hat Neuzugang Nico Kraft, der mit 18 Treffern die Torjägerliste der Liga anführt. "Ein Glücksfall, dass er zu uns gekommen ist", sagt Müller. Die Hoffungen, die der Vorsitzende auf Julian Mattes setzte, der erst kurz vor der Winterpause zum TuS stieß, haben sich allerdings zerschlagen. Mattes hat sich im Training vor der Winterpause schwer an den Bändern verletzt und steht in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung. An der Vorbereitung ab Ende Januar nimmt deshalb der unveränderte Kader teil.
Eugen Rothmund, Trainer beim SC Göggingen, sah der Saison mit gemischten Gefühlen entgegen. Mit Thomas Stolz (nach Walbertsweiler) und Franz Stärk, der die Fußballschuhe an den Nagel hängen wollte, verließen die beiden Torjäger im Sommer die Mannschaft. Und so stellten sich am Anfang nicht die gewünschten Ergebnisse ein. Absoluter Tiefpunkt war die 1:6-Niederlage bei der SG Illmensee/Heiligenberg. "Das war die Wende", sagt Rothmund heute rückblickend. Er reaktivierte einige "Haudegen", darunter auch Franz Stärk, der nach seinem Comeback fünf Treffer beisteuerte. Seit neun Spielen ist die Mannschaft jetzt ohne Niederlage. In die Winterpause ging der SC Göggingen als Tabellenzweiter mit nur einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer TuS Immenstaad. "Wenn man so nah dran ist, will man auch diesen einen Schritt mehr", hat Rothmund das Saisonziel fest im Blick: "Platz zwei halten und die Tabellenspitze anvisieren." Besonders gern erinnert er sich an die Partie beim Rivalen: "Wir haben bei strahlendem Sonnenschein auf Kunstrasen 3:1 gewonnen." Personelle Veränderungen sind in Göggingen nicht geplant, aber Thomas Gutgsell, der verletzungsbedingt längere Zeit ausfiel, soll zum Trainingsauftakt nach der Fasnet zurückkehren.
Der SpVgg. F.A.L. II konnte mit einer breiteren Personaldecke in die neue Saison starten und musste in der Vorrunde nur in Ausnahmefällen Spieler an die Verbandsliga-Elf abgeben. Die erfreuliche Folge: Die Mannschaft von Trainer Lambert Eschbach führte nach dem souveränen 7:1-Sieg im Auftaktspiel gegen den Aufsteiger Türkischer Arbeiterverein Überlingen für einige Wochen sogar die Tabelle an und überwintert nun auf Rang drei. "Wir wollen bis zum Schluss vorne dabei sein und mindestens den dritten Platz halten", nennt Eschbach, der besonders gern an den 1:0-Sieg gegen den Tabellenführer TuS Immenstaad zurückdenkt, das Ziel bis zum Saisonende. "Wenn die Einstellung passt, dann ist bei uns einiges möglich", ist Eschbach überzeugt. Personelle Veränderungen sind bei der Frickinger Reserve nicht vorgesehen, aber die Langzeitverletzten Daniel Schuler und Bastian Dudek sind in der Vorbereitung auf die Rückrunde, mit der Eschbach nach der Fasnet beginnt, wieder dabei.
Die Sportfreunde Owingen/Billafingen konnten nach einem schwachen Start ihre Leistung deutlich steigern, sodass sich das Team mit einem 2:0-Sieg beim Nachbarn in Uhldingen im letzten Spiel vor der Winterpause noch auf Rang vier verbesserte. "Wir mussten uns in der Anfangszeit erst zusammenfinden", sagt Owingens Sprecher Dietmar Schaarschmidt. Mit André Eckstein kam im Sommer ein neuer Trainer ins Owinger Rebhalden-Stadion, außerdem gab es mit einem halben Dutzend Neuzugängen zahlreiche personelle Veränderungen in der Mannschaft. Ziel bis zum Saisonende ist der Relegationsplatz. "Die Mannschaft hat das Potenzial dazu, wenn sie konzentriert spielt", ruft sich Schaarschmidt die gute Leistung in der Partie gegen Meßkirch zurück, die mit einem 3:0-Sieg belohnt wurde. "Für mich war das der Höhepunkt der Vorrunde", sagt er. Noch nicht recht zufrieden ist Schaarschmidt aber mit dem Angriff: "Da fehlt es noch etwas an der Schlagkraft." Zu- und Abgänge sind in der Winterpause zwar nicht eingeplant, aber es könnte trotzdem sein, dass der eine oder andere Spieler noch nach Owingen wechselt. "Den Spielern macht mit dem neuen Trainer Fußball Spaß. Das spricht sich auch in der Nachbarschaft herum", sagt Schaarschmidt.