
Den zweiten Tabellenplatz haben sie weiter fest in der Hand – und damit nach aktuellem Stand die Chance, am Ende der Punktspielrunde gegen den Zweiten der B-I-Liga (aktuell die SG Mittelmosel Mülheim-Brauneberg) um den Aufstieg in die A-Klasse zu spielen. So ganz haben der nach der Saison aus seinem Amt scheidende Trainer Michael Scholer (TV berichtete) und sein Team der SG Vulkaneifel-Deudesfeld den direkten Aufstieg aber noch nicht abgeschrieben: Wenn Spitzenreiter SV Wittlich am Samstag bei den heimstarken Dörbachern etwa unentschieden spielt und die Vulkaneifeler ihre Heimpartie gegen Scholers Ex-Club SV Dreis gewinnen, wären es nur noch drei Punkte Rückstand auf die Kreisstädter – und am vorletzten Spieltag tritt Wittlich noch in Meerfeld an ...
„Es wäre wunderschön, wenn ich mich hier nach fünf Jahren mit dem Aufstieg verabschieden könnte“, frohlockt Scholer, dessen Spieler-Co-Trainer Florian Grün (laboriert weiter an den Folgen eines Kreuzbandrisses) ab Sommer wie geplant aufrückt. Scholer dagegen bleibt dabei und will eine Pause einlegen: „Das Saisonfinale wird sicher noch mal einiges an Kraft kosten. Dann bin ich auch mal froh, durchschnaufen zu können.“ Dem heimischen Fußball möchte er indes weiter fest verbunden bleiben: Die Partien der heimatlichen SG Eifelland Bruch oder die des SV Hetzerath mit seinem Kumpel Michael Urbild als Trainer werde er etwa besonders im Blick haben.
Kurzfristig gilt Scholers volles Augenmerk aber dem SV Dreis, der wegen der Kommunion in Meerfeld bereits am Samstag bei der 2019 aus der damaligen SG Deudesfeld/Üdersdorf (Spielkreis Eifel) und der SG Meerfeld/Bettenfeld (Mosel) gebildeten Spielgemeinschaft antritt. „Ich erwarte einen diszipliniert agierenden, tief stehenden Gegner, der auf Konter lauert“, warnt der SG-Coach. Aus der 0:1-Pleite im Hinspiel zieht er zusätzliche Motivation: „Da haben wir noch was gutzumachen.“ Die Form nach der Winterpause stimmt. In vier Partien gab es vier Siege, davon drei Zu-Null-Spiele und 19:2-Treffer. Zuletzt wurde Klausen auswärts mit 4:0 bezwungen („Sie hatten keine einzige Chance“, so Scholer).
Den Sprung in die A-Klasse würde der erfahrene Übungsleiter den Vulkaneifelern so sehr wünschen: „In den Vereinen wird klasse Arbeit geleistet. Die Leute hier sind unwahrscheinlich engagiert.“ Gelingt der Aufstieg, erwartet Scholer eine Mega-Sause: „Ich glaube, dass dann eine ganze Woche gefeiert wird.“