Gelbe Karten: Niwar Ramadan Amin, Mario Rank, Patric Freitag (alle Lengenfeld), Tim Heinemann (Weischlitz), 6. Min. Andreas Schaller (Co-Trainer Weischlitz). - Gelbrote Karte: 37. Min. Andreas Schaller (Co-Trainer Weischlitz) wegen wiederholten lautstarken Reklamieren der SR-Entscheidungen.
Mit einer Fehlerkette ohnegleichen servierte ein völlig von der Rolle gekommener FSV dem bisher sieglosen Tabellenletzten einen ungefährdeten Sieg. Drei krasse Torwartfehler und ein unkontrolliertes Foulspiel im Strafraum führten zu den Gegentoren. Aber auch nach vorne fehlte dem Spiel des FSV jegliche Konstruktivität.
Zunächst bekam der Weischlitzer Keeper einen harmlosen Kullerball neben seinen Füßen (geschätzte Geschwindigkeit 2 km/h) nicht zu fassen, 0:1 (4.). Drei Minuten später das berechtigte Elfmetertor um 0:2 (7.). Der Schock saß tief und die Nerven blank. Auch von der Bank kam keine Hilfe, dort befasste man sich vor allem mit dem Schiedsrichter. Resultat: Platzverweis für den Co-Trainer wegen wiederholten lautstarken Reklamieren der Schiedsrichterentscheidungen (37.).
Nach dem 0:3 (34.) durch Florian Gruschwitz als Nutznießer des zögerlichen Verhalten des Weischlitzer Schlussmannes, war den über 100 Zuschauern klar, dass die Messen gesungen waren. Vielleicht hätte sich das Spiel anders entwickelt, wenn vorher Stefan Winkler seine Megachance zum Anschlusstreffer genutzt hätte (32.).
Selbst die zahlreichen Standards mit Vorteilen für den FSV (11:2 Ecken; 6:3 Freistöße in Tornähe) verpufften alle wirkungslos. Nicht mehr als ein Lichtblick erwies sich in diesem Trauerspiel der Weischlitzer Treffer durch Nils Schumann aus Nahdistanz zum zwischenzeitlichen 1:3 (75.) nach Zuspiel von Calvin Jacob.
Das Spiel endete, wie es begann, mit einem Tor für den VfB, 1:4 (90.), bei dem wiederum der FSV-Keeper Pate stand.
Mit der Leistung wie gegen Lengenfeld ist wohl in der Vogtlandklasse kein Blumentopf zu gewinnen.
Trainer Enrico Kiefl war restlos bedient und vor lauter Enttäuschung zu keinem Statement bereit.
Der FSV sollte jetzt die drei Monate lange Spielpause nutzen, um wieder zu sich selbst zu finden.