Tore Wildenau: 1:0/2:0 Sebastian Reinhardt (35./38.), 3:1 Daniel Treibl (75.). - Gelbe Karten: Daniel Treibl, Andreas Müller.
Dieses Spiel wurde unter irregulären Bedingungen angepfiffen, denn der Nebel stand so extrem auf dem Platz, dass man nicht von Tor zu Tor sehen konnte. Dazu kamen primitive Voraussetzungen außerhalb der Spielfläche. So fehlte die Auswechselbank. Die Auswechselspieler mussten die ganze Zeit stehen.
Die Mannschaft wollte an ihre gute Leistung in der Vorwoche gegen Concordia Plauen anknüpfen. Das schien zu gelingen. Der FSV trumpfte zunächst mit der klar besseren
Spielanlage auf, aber es sprang dabei nichts Zählbares heraus. So scheiterten Ottiger (3.) Gork (6.) und Oertel (10.) an ihren Nerven und Abschlussschwäche.
In der 17. und 20. Minute dann die ersten Achtungszeichen des SV Wildenau, aber Schubert parierte erst den Schuss von Treibl und dann den Kopfball von Reinhardt.
In der 25.Minute war der Fuß von Jacob zu kurz, um die Flanke von Schumann zu erreichen.
Es ging nun im Nebelspiel hin und her.
In der 35.Minute dann ein langer Ball aus der Wildenauer Hälfte. Da waren sich Muslijevski und Schubert nicht einig, und Reinhardt nutzte dieses Missverständnis mit Unterstützung des Innenpfostens eiskalt zur Führung.
Nur drei Minuten später fing sich Weischlitz den zweiten Gegentreffer ein. Ein langer Abschlag landete hinter der FSV-Abwehr. Reinhard startete und ließ Schubert im Kasten keine Abwehrchance.
Kurz vor dem Pausenpfiff wieder Hoffnung für die Gäste. Nach Freistoß von Schumann, kam Gork am langen Pfosten in Ballbesitz und erzielte den Anschlusstreffer.. Das Halbzeitergebnis von 2:1 ließ die Kiefl-Truppe hoffen, das Ergebnis noch kippen zu können.
Im zweiten Durchgang versuchte Weischlitz noch mal alles, fand aber gegen sehr dicht stehende Wildenauer keine spielerischen Mittel, um erfolgreich zu sein.
Diese konnten sich immer nur mit langen Bällen befreien. Einer von diesen landete eher zufällig in der 75. Minute bei Treibel. Dieser wurde nicht attackiert und nutzte diese Freiheit zum Treffer aus 20 Metern. Das war es dann auch. Der Aufsteiger aus Wildenau feierte nach zehn vergeblichen Versuchen den ersten Sieg in der Vogtlandklasse.
Enrico Kiefl, Trainer Weischlitz: „Ich bin heute extrem angefressen und maßlos enttäuscht vom ganzen Spiel. Das Spiel des Gegners war nur geprägt von langen und hohen Bällen. Wir bekamen es nicht hin, das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Es fehlten heute der Biss, der Wille und die Entschlossenheit, das Spiel gewinnen zu wollen. Wer es bis heute der Mannschaft noch nicht begriffen hat: Es ist Abstiegskampf angesagt. Wir laufen unseren selbst gesteckten Zielen gegenwärtig Meilen weit hinterher. Wir als Trainerteam müssen nun überlegen, auf wen wir in dieser Phase noch setzen können und wer bereit ist, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen.“