
BINGEN. Noch ein Endspiel in der Verbandsliga und nach dem erhofften Dreier zwei Bonus-Partien im Kampf um den Oberliga-Aufstieg. Für die Fußballer von Hassia Bingen geht es am Samstag (Anpfiff 16 Uhr) am Hessenhaus gegen den längst abgestiegenen Tabellenvorletzten Ludwigshafener SC darum, aus einer bislang guten eine sehr gute Saison zu machen. Und um die Option, diese dann noch mit Aufstiegsspielen krönen zu können.
Nelson Rodrigues warnt davor, den LSC auf die leichte Schulter zu nehmen, nennt die Ergebnisse der Pfälzer bei deren 4:4 gegen den ASV Fußgönheim und dem 4:6 gegen Eintracht Bad Kreuznach als warnende Beispiele. „Ich spiele lieber gegen Mannschaften, die vorne stehen, und ich bin überzeugt, dass der LSC beim letzten Verbandsligaspiel noch einmal alles herausholen wird“, sagt der Trainer, der auf alles gefasst sein will und von seinem Team dieselbe Einstellung wie zuletzt bei Meister Arminia Ludwigshafen (2:2 nach 0:2-Rückstand) fordert. Die ganze Woche über liege der Fokus rein auf der LSC-Partie.
Ihr Saisonziel (ausgelobt war ein Platz unter den ersten Acht) haben die Binger erreicht, deshalb soll am Samstagabend in jedem Fall Zeit zum Genießen und Feiern sein. Rodrigues wünscht sich, dass die Region und die Binger Fans ähnlich hinter der Mannschaft stehen, wie die von Alemannia Waldalgesheim trotz des verlorenen Pokalfinales am vergangenen Montag. Die nämlich hätten die Spieler der Grün-Weißen nach der Partie „als gefühlte Sieger empfangen.“
Yakut, Persch, Spreitzer und Lind im TrainingPersonell sieht es bei der Hasia besser aus als zuletzt. Baris Yakut ist in dieser Woche ebenso wieder ins Training eingestiegen wie Jannik Persch und Fabien Spreitzer. Für alle kommt ein Einsatz von Beginn an aber zu früh. Christopher Lind ist ebenso wieder dabei. „Auch wenn viele noch nicht bei 100 Prozent sind, macht das Training wieder viel mehr Spaß“, so Rodrigues. Die Vorzeichen gegen den LSC stehen von dieser Warte betrachtet gut.
Verteidigen die Binger den zweiten Tabellenplatz, wartet am Samstag, dem 2. Juni, der Verlierer der bereits am kommenden Mittwoch stattfindenden Begegnung zwischen den Eisbachtaler Sportfreunden (Vizemeister Rheinlandliga) und dem Zweiten der Saarland-Liga (Borussia Neunkirchen oder VfB Dillingen) auf die Hassia. Das Heimrecht in den Aufstiegsspielen steht noch nicht fest. Nur, dass diese zumindest von den Namen der Vereine her so schwer wird wie wohl noch nie zuvor.