
Bayernligist VfB Hallbergmoos hat auf den Fehlstart reagiert und drei Last-Minute-Neuzugänge an Land gezogen. Einer spielte zuletzt beim SE Freising.
Hallbergmoos – Am Donnerstag schließt das Transferfenster – und nach dem verkorksten Saisonstart in der Bayernliga Süd war klar, dass sich der VfB Hallbergmoos noch einmal auf dem Markt umschauen würde. Nun hat der Verein quasi auf der Zielgeraden drei weitere Neuzugänge präsentiert. Abgesehen von den drei neuen Feldspielern wartet der VfB nun noch auf die Spielberechtigung für Torwart-Routinier Dominic Dachs, der in der jüngsten Partie in Garching noch nicht ran durfte.
Aus der Regionalliga Bayern kommt Marcel Sieghart, der bislang im Kader des TSV Rain stand. In der Liga hatte er in der laufenden Punktrunde als Einwechselspieler nur einen Einsatz über 45 Minuten. Der offensive Außenbahnakteur wurde zuvor in der Jugend bei der SpVgg Unterhaching, beim TSV 1860 München sowie beim FC Bayern München ausgebildet. In seiner ersten Spielzeit im Herrenbereich kam er beim Landesligisten SC Olching auf 18 Einsätze und erzielte acht Tore. Nun geht der 20-Jährige einen Schritt zurück, um öfter zu spielen. Für Hallbergmoos macht der Last-Minute-Transfer allemal Sinn, weil die bisherigen Neuverpflichtungen für die Offensive nicht oder nur teilweise die Hoffnungen erfüllten. „Er ist ein sehr talentierter Spieler mit hoher Geschwindigkeit und Stärken im Eins-gegen-Eins“, sagt VfB-Sportleiter Anselm Küchle.

Der 21 Jahre junge Felix Breuer war schon vor der Saison ein Kandidat für die Hallbergmooser Fußballer, heuerte dann jedoch beim Ligakonkurrenten FC Ismaning an. Dort herrscht in der Defensive ein Überangebot – und so entschied sich Breuer für den neuerlichen Wechsel. Angesichts der Tatsache, dass die defensiven Führungskräfte Andreas Giglberger und Julian Kersting verletzungsbedingt länger ausfallen, haben die Hallbergmooser aktuell akuten Bedarf in der Abwehr.
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Breuer absolvierte seine Jugendzeit beim TSV 1860 München und war seither im Herrenbereich für den Bayernligisten TSV Dachau 1865 (neun Einsätze), den Regionalligisten TSV Buchbach (fünf Partien) und in den ersten Wochen dieser Saison für den FC Ismaning (zwei Spiele) aktiv. Küchle sieht in ihm einen variabel einsetzbaren Akteur für den Defensivverbund.
Der dritte Neue wurde bereits am Sonntag in Garching eingewechselt: Berin Brzovic (23) durfte für die letzten 20 Minuten aufs Feld. Er befand sich in den vergangenen Wochen im Probetraining – und überzeugte die Verantwortlichen des VfB. „Er hat sehr gute fußballerische Qualitäten, muss die nun aber unter Wettkampfbedingungen zeigen“, betont Anselm Küchle. Brzovic absolvierte in den vergangenen beiden Spielzeiten 14 Landesliga-Spiele für den SE Freising.

Mit den drei Neuzugängen sollte für den VfB die finale Transferoffensive abgeschlossen sein, sobald der Verein auch noch die Spielgenehmigung für Torhüter Dominic Dachs in der Tasche hat. Allerdings ist es auch bei den Amateuren so, dass sich in den letzten Stunden der Transferphase spontane Dinge ergeben können. Geplant ist beim VfB Hallbergmoos nichts mehr.
Etwas überraschend hat sich derweil Sommerneuzugang Cengiz Basaran für einen Abschied entschieden. Vier Einwechslungen mit insgesamt nur 48 Minuten Einsatzzeit waren ihm zu wenig, weshalb der Weg des 20-Jährigen nun wohl zum Landesligisten SC Olching führt. Der VfB wollte den vom Landesliga-Club TuS Geretsried gekommenen Mittelfeldmann eigentlich die nötige Zeit geben, um sich in der Bayernliga zurecht zu finden. Offensichtlich gibt sich nun der Spieler selbst diese Zeit nicht mehr.
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