
In der Kreisliga A Ost haben der FC Wallbach und BW Murg wieder Kurs auf die obere Tabellenregion genommen. Seinen Platz dort festigt der FC Schlüchttal mit dem Triumph beim FC Bad Säckingen. Säckingens Trainer Clemens Bauer betont nach der Niederlage: „Wir sind in diesem Jahr kein Mitfavorit.“
In Stühlingen musste sich der Gästeanhang lange gedulden, bis der FC Wallbach in Führung ging. Dass die Mannschaft sich erst an den schwer bespielbaren Platz gewöhnen musste, war es nicht, was die Wartezeit so in die Länge zog, versicherte Matthias Wenk, der spielende Sportchef der Gäste: „Wir haben in der ersten Halbzeit einfach verpasst, ein Tor zu erzielen.“ Drei Eins-zu-eins-Situationen hatte der FCW im ersten Abschnitt, aber Mirco Nannavecchia im Stühlinger Tor war glänzend aufgelegt. Erst in der 65. Minute konnte ihn Dennis Heinemann überwinden.
Nach der Führung agierte Wallbach kurzfristig etwas sorglos. Ein Lattenweitschuss der Heimelf war ein Weckruf: Im direkten Gegenzug erhöhte Ersin Demircan auf 2:0 und lieferte in den folgenden fünf Minuten die Vorlagen für die Treffer drei und vier zum 4:0-Endstand. „Demircan und Heinemann sind in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden – das zeigt, wie viel Qualität wir auf der Bank haben“, meinte Wenk erfreut.
Murgs Joker Francesco Lo Presti sticht in Geißlingen
Auch der 5:0-Kantersieg des SV Blau-Weiß Murg hatte sich in der ersten Halbzeit noch nicht abgezeichnet. „Geißlingen hat es uns erst schwer gemacht“, sagte Alija Kapidzija. Nach einem Foul an dem Spielertrainer des SV Murg sorgte er selbst per Strafstoß („Das wollte ich mir nicht entgehen lassen“) für die 1:0-Pausenführung.
Die kurz vor dem Halbzeitpfiff noch in Gefahr geriet, aber Torwart Elvis Gojak lenkte den Distanzschuss von Jonas Rudigier an die Latte. Mit der Einwechslung von Francesco Lo Presti bewies das Trainerteam des SV Murg ein glückliches Händchen: „Er hat mit einem Tor und zwei Vorlagen brilliert“, lobte Kapidzija. Zuletzt verwertete Jason Cerimi einen an Pasquale Oddo verschuldeten Elfmeter zu seinem dritten Treffer in der Partie und zum 5:0-Endstand.
„Nun wird auch der Letzte verstanden haben, dass wir in diesem Jahr kein Mitfavorit sind und dass wir in jedem Spiel hundert Prozent geben müssen“, sagte Clemens Bauer vom FC Bad Säckingen nach der 2:4-Heimniederlage gegen den Bezirksliga-Absteiger FC Schlüchttal. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen“, kommentierte der Coach den 0:4-Pausenstand seines Teams. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns aufgerappelt, aber vier Tore Rückstand aufzuholen ist immens schwer. Wir hatten Chancen, damit es enger würde, aber letztlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen.“
Gästetrainer Michael Gallmann fand, dass seine Elf den Einheimischen im ersten Durchgang den Schneid abgekauft hatte. „Die Viererkette von Bad Säckingen stand recht hoch“, erläuterte er. „Wir konnten viele Diagonalbälle über die Kette spielen, und unsere schnellen Stürmer haben sich hinter die Kette gesetzt – so konnten wir viele Eins-zu-eins-Situationen kreieren.“ Als einziges Manko hatte er – trotz vier Treffern – die Torausbeute zu benennen.
„Es war klar, dass Bad Säckingen nach der Pause Gas geben würde“, so Gallmann. „Und so war es: Sie legten los wie die Feuerwehr. Das 1:4 hatte sich abgezeichnet, und als schnell darauf das 2:4 fiel, wurden bei uns die Beine schwer, und die Angst vor einem Fehler machte sich breit. Ich glaube, wenn das 3:4 noch gefallen wäre, hätten wir das Spiel nicht gewonnen.“ Entsprechend zufrieden war er mit Torwart Simon Hepp. Auch die neu zusammengestellte, „aus der Not geborene“ Innenverteidigung mit Timo Burgert und Linus Dörflinger hätte ihre Aufgabe respektabel erledigt.