2024-05-24T11:28:31.627Z

Spielbericht
Zwei Neuzugänge, zwei Torschützen: Michael Rauch (l.) und Jonas Schrimpf trafen beide für den 1. FC.  fotoL: rabuser
Zwei Neuzugänge, zwei Torschützen: Michael Rauch (l.) und Jonas Schrimpf trafen beide für den 1. FC.  fotoL: rabuser

FC Garmisch-Partenkirchen mit Comeback gegen SC Olching

Remis im Auftaktspiel gegen SC Olching

Aus 0:2 wird 2:2. Die stark verjüngte Mannschaft des 1. FC Garmisch-Partenkirchen hat sich beim Heimauftakt gegen den SC Olching den ersten Zähler der Landesliga-Saison gesichert.

Applaus von der Tribüne begleitete den Schlusspfiff im Anschluss an das 2:2-Unentschieden des 1. FC Garmisch-Partenkirchen zum Landesliga-Auftakt gegen den SC Olching. Nach einer völlig verkorksten Rückserie sowie den Abgängen der Top-Stürmer Maximilian Berwein und Franz Fischer waren die Erwartungen im Umfeld der Werdenfelser gedämpft, das Gespür für die Situation aber blieb fein. Schon während der Partie funkten die Zuschauer aufmunternde Signale in Richtung Spielfeld. Obgleich der Heimauftritt des 1. FC nach einer Stunde mit einer Niederlage zu enden drohte.

Was weniger an einem übermächtigen Gegner lag, als vielmehr an der Nervosität des jungen Teams. Das erste Spiel sei „immer schwierig“, urteilt Saller. „Olching hat uns gut attackiert, wir waren anfangs zu unbeweglich.“ Fraglos hatte einige Akteure aufseiten der Garmisch-Partenkirchner ihre Nerven zunächst nicht im Griff. So ließ sich Schlussmann Andreas von Mücke binnen weniger Minuten zweimal bis ans Limit anlaufen. „Die Zeit hast du nicht“, adressierte Saller einen ersten Weckruf an seinen jungen Keeper. Als dann ein Kopfball des Olchingers Jan Sostmann an der Querlatte landete, obwohl der Ball zuvor im Fünfer aufsprang, legte Co-Trainer Stephan Benz lautstark nach. „Aufwachen jetzt, Anda.“ Das half. In der Folgezeit lieferte von Mücke eine astreine Partie ab.

Ohne Konsequenzen blieb der jugendliche Leichtsinn im Team des 1. FC allerdings nicht. Christoph Schmidt war es, der beim 0:1 patzte. Der mit mächtig Vorschusslorbeeren in die Saison geschickte Innenverteidiger zögerte einen Moment zu lange mit einem Abspiel. Ridvan Maloku, aus Oberalting gekommener Torjäger des SCO, schnappte sich mittels Pressschlag den Ball und präsentierte sich auch gegen von Mücke abgezockt. Man hätte in dieser Situation „klarer kommunizieren“ müssen, betont Saller. Schmidt sei aber prinzipiell eine „abgebrühte Socke“ und dazu in der Lage, diesen Fehler abzuhaken. Tatsächlich: Auch Schmidt agierte in der Folge mit der nötigen Umsicht und Konsequenz.

Die Kernfrage nach der Torgefahr des Teams stellte sich derweil nur bedingt. Drei dicke Chancen waren bis zur Pause zu notieren. Darunter Drehschüsse von Michael Rauch und Leon Brudy, jeweils nach feinem Zuspiel von Stefan Durr, der eines seiner besten Spiele in jüngerer Vergangenheit ablieferte. Beide Male bekam Olchings Schlussmann Stefan Held die Finger dazwischen. Jonas Schrimpf hingegen wurde beim Schussversuch gerade noch gestört. Saller veränderte zur Pause die Aufstellung. Auf der rechten Seite ließ er Flo Langenegger für Maxi Heringer verteidigen, wechselte für den Oberhauser Dominik Schubert als Absicherung im Zentrum ein. Die Folge: Der 1. FC bekam klaren Zugriff auf die Partie. Doch just als das Heimteam in vorderster Linie mutiger auftrat, vollstreckte Maloku einen Olchinger Konter eiskalt zum 0:2.

Nur kurz gingen die Köpfe nach unten. Angetrieben von Rauch und Durr fuhr der 1. FC Angriff um Angriff. „Wir haben uns im Kollektiv zurückgekämpft“, lobt der Coach. Zudem habe man den Gegner im zweiten Abschnitt „beherrscht“. Der konditionelle Vorteil war augenscheinlich. Und plötzlich klappte es auch mit dem Toreschießen. Brudy setzte sich am linken Sechzehner-Eck gegen drei Olchinger durch, seine flache Hereingabe rauschte hinüber zu Langenegger, dessen Treffer ein Abwehrbein verhinderte. Doch stand Rauch im Zentrum goldrichtig für den Abstauber zum 1:2. Saller wollte mehr, brachte Jonas Poniewaz für den erschöpften Lorenz. Der nächste Glücksgriff. Bei seiner zweiten Aktion setzte sich der Stürmer erst willensstark am rechten Flügel durch, ehe er den Ball hinter die Abwehr chippte. Schrimpf brauchte nur noch den Fuß hin zu halten – 2:2. Coach Saller war unterm Strich hoch zufrieden mit dem Auftakt. Sein Fazit: „Es ist Charakter in der Mannschaft. Wir sind zurückgekommen und haben uns den Punkt absolut verdient.“

Aufrufe: 015.7.2019, 11:00 Uhr
Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Oliver RabuserAutor