
Andreas Patz ist auch in der kommenden Saison Trainer des FC Carl Zeiss Jena. Der Vertrag des Thüringers wurde kürzlich verlängert. Wir sprachen mit dem 38-Jährigen Coach über die Verlängerung beim FCC und die Aufgaben, die für ihn und sein Team aktuell auf der Agenda stehen.
Hi Andreas, wie gehts dir?
Andreas Patz: "Mir geht’s gut. Aktuell gibt es viel zu tun. Wir wollen die laufende Saison gut zu Ende bringen, den Thüringenpokal verteidigen und sind dabei, schon viele Dinge für die neue Saison anzukurbeln. Es passiert viel, es gibt viel zu klären."
Ist es aktuell intensiver als sonst?
"Ja, da ist schon ein Mehraufwand. Neben dem sportlichen Alltag sind wir auch in den Vorbereitungen für die neue Saison, schauen Spieler und Spiele an, führen Gespräche. Aber es macht großen Spaß."
Nun wurde dein Vertrag als Cheftrainer beim FC Carl Zeiss Jena verlängert. Als du die Mannschaft übernommen hast, lief die Saison bereits. Wie wichtig ist es für dich als Trainer, dass du jetzt auch Einfluss auf die Planung der neuen Saison nehmen kannst?
"Es ist sehr schön, da mitzuwirken. Gerade bei den Kaderplanungen gibt es viele Dinge zu berücksichtigen. Spielertypen, Spielsystem, die Spielphilosophie. Da spielt eben auch mit rein, wie man Fußball spielen möchte. Aber natürlich treffe ich die Entscheidungen nicht alleine. Da ist Tobias Werner federführend."
In deiner Laufbahn als Trainer hattest du bereits einige Stationen im Ausland. Ist es für dich auch eine schöne Sache, dass du weiter in der Nähe deiner Familie arbeiten kannst?
"Klar ist das sehr schön, wenn man das kombinieren kann und dabei Job und Familie auch irgendwie vereinen zu können. Es ist für mich ein Privileg, bei einem Verein wie dem FC Carl Zeiss Jena Trainer sein zu können. Es macht mich stolz und macht Riesenspaß. Und natürlich ist es auch schön, als Thüringer in Jena zu trainieren."
Du sollst bei deiner Vertragsverlängerung auf Gehalt verzichtet haben. Stimmt das, und wenn ja, warum?
"Das ist nichts, wofür mir jemand auf die Schulter klopfen müsste. Wir haben alle ein Ziel, da muss jeder seinen Beitrag leisten."
Mit dem großen Wurf – dem Aufstieg in die 3. Liga – wird es wohl nicht klappen. Ist es ein gutes Gefühl, dass du trotzdem weiterhin das Vertrauen vom Verein hast?
"Ja klar. Das tut gut. Das ist eine absolute Wertschätzung für meine Arbeit und die Arbeit im Team. Das bin ich ja nicht alleine. Natürlich wollten wir in dieser Saison das Aufstiegsrennen bis zum Schluss offen gestalten und es tut weh, dass wir die ein oder andere unnötige Niederlage kassiert haben. Insgesamt ist es sicher nicht ganz zufriedenstellend, aber wir haben sicher auch nicht alles falsch gemacht. Aktuell sind wir die beste Rückrundenmannschaft und wollen das auch bleiben.“
Personell wird sich mit Blick auf die neue Saison einiges tun. Bereits jetzt ist bekannt, dass einige Spieler den Verein verlassen werden. Riecht nach einem größeren Schnitt, oder?
"Es werden Spieler bleiben – einige haben noch Verträge, andere haben entsprechende Angebote vom Club erhalten – und wir werden, das stimmt, neue Spieler integrieren müssen. Der Verein hat ein neues Konzept, will einen neuen Weg gehen. Den finde ich richtig und möchte ich begleiten."
Für euch steht auch noch das Pokalfinale auf dem Plan. Wie wichtig ist dieses Match für euch? Schließlich kann man sich ja auch für den DFB-Pokal qualifizieren.
"Das Pokalfinale hat einen sehr hohen Stellenwert für den Verein, für uns und für die Spieler. Es geht um einen Titel und die Jungs sind da heiß drauf. Wir müssen das Finale hochkonzentriert angehen. Es ist ein Endspiel, ein Höhepunkt. Und was gäbe es Schöneres, als die neue Nordtribüne im Ernst-Abbe-Sportfeld mit einem Spiel im DFB-Pokal einweihen zu dürfen?"